Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 6-7 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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102 sten. Aber diese stehen jetzt auf einem noch höheren Standpunkte. Wir übersetzen nicht nur das Alte Testament in die Sprache, welche von den Juden gesprochen wird, sondern wir übersetzen auch das Neue Testament, und geben dies heilige Buch den Juden in der ganzen Welt in die Hände. Und was ist die Folge davon? Nun ich darf in Wahrheit sagen, daß jetzt, wie bekannt, 10,000 bekehrte Juden in Europa sind. Wenn man auf die Statistiken der Welt sieht, so findet man, daß die Zahl der Juden auf 10,000,000 angegeben wird. Von diesen Juden sind innerhalb fünfzig Jahren, seit dem Beginn dieser Gesellschaft, 10,000 getauft worden. Ich erkühne mich, mit aller Demuth zu sagen, daß keine einzige Gesellschaft besteht, welche in demselben Zeiträume einen so großen Segen und eine so reiche Ernte gehabt hätte, und ich hoffe, daß dies nur ein Unterpfand und ein Vorschmack besserer zukünftiger Dinge ist, denn ich werde mit Gottes Hülfe nie aufhören zu beten und zu arbeiten, bis ich die Juden zur Erkenntniß Christi bekehrt sehe — ich will nicht sagen alle ohneAusnahme — sondern bis ich „sehen werde, daß eine solche Bewegung unter ihnen ist, daß sie nach ihrem Lande zurückkehren; und wenn ich diesen Tag nicht sebe, so bete ich, daß .andere, welche jetzt leben, ihn sehen mögen, und das Land Israel gesetzt wird zur Freude und zum Lobe auf Erden." Nachdem hierauf der Antrag genehmigt war, trat Herr Missionsprediger Stern auf und machte in einer langen Rede sehr interessante Mittheilungen über seine Reise nach dem glücklichen Arabien. Wir müssen es uns versagen, diese Rede mitzutheilen, und wir können es um so eher, da wir sein Tagebuch über diese Reise mittheilen werden, in welchem alles Wesentliche seiner Rede enthalten ist. Zuletzt sprach noch Herr Prediger C ad man. Wir theilen auS seiner Rede nur einige Sätze mit. Er sagte: Ich hoffe, daß dasjenige, was wir so eben gehört haben (nämlich von Stern), eine Antwort auf viele jener Einwürfe sein möge, mit denen wir in Bezug auf die Mission unter den Inden zu kämpfen haben. Wir müssen nicht blos auf die sehen, welche innerhalb dieser Mauern sind, sondern auch auf die draußen. Ich kenne viele, welche sagen, die Mission ist von keinem besondern Erfolge begleitet gewesen, und