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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 6-7 (1857) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
6-7 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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SS haben das Jubiläum sieben Monate vorher angekündigt, daß ihr durch die Länge und Breite des Landes eure Lenden umgürten und euch zur Feier des großen Ereignisses, wie ich eS nennen muß, vorbereiten könnt. In frühern Jahren haben wir auch bisweilen auf der Platform die Posaune geblasen; aber cS war die Allarmposaune. Hier wurden wir durch Drohungen, dort durch Verlust in Schrecken gesetzt, unsere Einnahmen waren sehr gesunken und die Zahl unserer i Missionare war sehr gering; nun aber ist die Zeit gekommen, wo | wir nach der Sitte der Juden nicht die Allarm-, sondern die Freuden- ' posaune ertönen lassen sollen — zu erzählen von empfangenen Gna- * denerweisungen, die so unzähilg sind, wie der Sand am Meer — und wenn wir unsere Stimme zu dem Volke Israel erheben, so müssen wir ihnen von künftiger Herrlichkeit, Wiederherstellung und; Frieden erzählen. Und in Verbindung hiermit möchte ich noch eine § andere Thatsache erwähnen, welche für die Juden von nicht geringem! Interesse ist— nämlich die, daß, wenn die Posaune am zehnten Tage J des siebenten Monats geblasen wurde, sie über dem Opfer geblasen f werden mußte, welches am großen Versöhnungstage dargebracht wurde. Die Posaune durfte nicht geblasen werden, außer mit besoliderer Beziehung auf Blutvergießen, den Typus dessen, welcher " mit Seinem eigenen Blute die Sünden der Welt Hinwegthun sollte. Und das ist ein besonderer Anspruch, den diese Gesellschaft an das christliche Volk hat. Wir machen keine Glossen zu dieser Wahrheit — wir versuchen nicht das große Prinzip des Opfers, der Versöhnung und der Gerechtigkeit vor dem Volke Israel zu verbergen, oder demselben dies weniger deutlich, als irgend einer anderen Klasse von , Sündern auf Erden zu predigen. Nein! wenn wir die Jubelpo- ' saune blasen, so sagen wir überall den Juden, daß es für die verlornen Sünder nur einen Heiland giebt — daß es das Blut Jesu Christi ist, und Sein Blut allein, welches von allen Sünden reinigt, daß ohne das Blut des Kreuzes die Krone ohne Herrlichkeit ist. Auf der einen Seite verleugnen wir den Rationalismus derjenigen, welche die Inspiration der heiligen Schrift in Zweifel ziehen möchten, und auf der andern Seite verleugnen wir die Anschauung derjenigen, welche annehmen, daß sich die menschliche Natur selbst 7*

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