Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 2-3 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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30 Israel auf einem betenden Herzen trägen, daß nicht nur Vereine sich regen, auf die Bekehrung Israels durch das Zeugniß von dem im Fleisch erschienenen Messias hinzuwirken, sondern daß das Evangelium und die Kirche des Evangeliums durch das Werk unseres frommen Königs, das er im Namen deS Sohnes Gottes, des Königs aller Könige und des Herrn aller Herren, begonnen hat, zu Jerusalem eine Stätte gefunden und die Verheißung ein neues Siegel empfangen hat: Fremde werden deine Mauern bauen und ihre Könige dir dienen. Loben und preisen müssen wir daher den Herrn, daß er solche Segensspuren seiner Gnadengegenwart über Jerusalem sichtbar werden läßt, und nicht bloß loben und preisen, sondern auch um ferneren Segen bitten und, so viel an uns ist, Mitwirken, daß über Zion immer mehr aufgehe der herrliche Glanz Gottes, und Christus da sein Friedensregiment aufrichte, wo er einst von seinem Volke verleugnet und geschändet ward. Unsere Sache ist es nicht, zu fragen: Herr, wann wird solches geschehen? Unsere Sache ist vielmehr, auf den Herrn zu sehen und seinen Willen zu vollbringen; denn wie in einem Kampfe, wenn die Schlachtlinie des Feindes durchbrochen ist, die Kämpfer sich immer zahlreicher herzudrängen, um den Riß größer zu machen und den Feind ganz aus dem Felde zu schlagen, so müssen auch wir, wo der Herr uns eine Thür aufgethan hat, dicht geschaart hindurchdringen und eifrig die Hand an'S Werk legen, um die Vollendung feines Reiches herbeiführen und Zion bauen zu helfen. Dazu aber mußt Du, Herr Jesu, Du Herr und Haupt Deiner Gemeinde im Himmel und auf Erden, vor Allem Deine Gnade uns schenken. Darum bitten wir Dich: wecke Deine Christenheit auf und begnadige sie durch Deinen heiligen Geist, daß sie immer völliger werde im Glauben, in der Liebe und in guten Werken, die durch Deine Gnade und zum Lobe Deines herrlichen Namens geschehen! Siehe in Gnaden auch Israel an, vor dessen Augen noch immer die Decke Mosis hängt, daß sie Dich,' den Herrn der Herrlichkeit, nicht schauen können und laß den hellen Morgenstern Deines Worts in ihren finstern und todten Herzen aufgehen! Baue die Mauern Jerusalems, wie Deine Knechte mit heiliger Inbrunst bitte».,