Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 2-3 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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29 dich bekehren zu dem Herrn deinem Gotte und seiner Stimme gehorchen, denn der Herr, dein Gott, ist auch ein barmherziger Gott, er wird dich nicht lassen, noch verderben, wird auch nicht vergessen des Bundes, den er deinen Vätern geschworen hat." Und abermals: „darnach werden sich die Kinder Israels bekehren und den Herrn ihren Gott, suchen und werden den Herrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit." Und wiederum: „zu der Zeit werden frische Wasser fließen von Jerusalem und der Herr wird König über alle Lande sein." Doch diese Ausrichtung Israels und Jerusalems kann nur geschehen auf dem Wege einer aufrichtigen Bekehrung zu Christo in der Kraft des Wortes des lebendigen Gottes. Wohl hat man einmal gemeint Jerusalem durch die Macht des weltlichen Arms zu gewinnen und aufzurichten; Tausende haben ihr Leben eingesetzt und geopfert, solch Werk auszuführen; aber es hieß: beschließet einen Rath und es werde nichts daraus, beredet euch und es bestehe nicht! Die Aufrichtung Jerusalems geschieht nicht durch weltliche Macht; denn Zion muß durch Recht erlöset werden und seine Gefangenen durch Gerechtigkeit. Das aber ist kein anderes Recht und keine andere Gerechtigkeit, als die Gerechtigkeit, die Jesus Christus durch seine saure Blutarbeit zu Gethsemane und auf Golgatha erworben hat, und die Grundfesten Jerusalems müssen aus dem Stein ruhen, den zwar die ungläubigen Bauleute verworfen haben, der aber zum Eckstein geworden ist. Die Kirche des Evangeliums hat daher die Aufgabe, im Namen und in der Kraft des Herrn Zion zu bauen und Jerusalem aufzurichten. Denn dies Wort ist der Hammer, der die felsenharten Herzen zerschmeißt, daß sie sich zu Bausteinen des lebendigen Zions zurichten lassen; dieses Wort ist die helle Leuchte, in deren Gnadenschcin man das eigene Elend, aber auch den Herrn der Herrlichkeit erkennet, in den jene gestochen haben; dieses Wort ist eS, welches das Verlangen nach Gnade weckt, aber auch Gnade mittheilt, so daß begnadigte Sünder dem Herrn entgegenjubeln: Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn! Ans diesem Wege und durch dieses Mittel kann und soll auch die Aufrichtung Israels und Jerusalems geschehen. Als ein erfreuliches Zeichen.der Zeit ist es daher zu erachten, daß nicht nur gläubige Christen das Volk