Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 1 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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s Lande und die Zerstreuung unter die Völker der Erde, die Beraubung nicht allein der Freiheit, sondern auch des höchsten Gutes, des Heiligthums. Dann aber sagt sie uns auch ebenso bestimmt, daß dieser traurige Zustand, wenn auch lange (o'a-i c’o’), doch nicht immer dauern werde, wo dann natürlich die Kinder Israels auch wieder in ihre srühern Rechte eingesetzt, und folglich auch wieder in daS Land ihrer Väter zurückgebracht werden müssen. Sehen wir etwas genauer zu, ob das wirklich die Bedeutung der Weissagung ist. Daß es eine Zeit geben wird, in welcher die Kinder Israels den Herrn, ihren Gott, in der That verlassen haben werden, das ist, in dem sie seinem Worte keinen Glauben schenken, ihm nicht nach demselben dienen, seine Gesetze und Rechte nicht beobachten, sondern etwas Anderes an die Stelle alles dessen gesetzt haben, das kann in keiner Weise geleugnet werden, indem es zu klar in den Worten liegt: „Darnach werden sich die Kinder Israels bekehren und den Herrn, ihren Gott, und ihren König David suchen, und werden den Herrn und seine Gnade ehren." Denn wer sich bekehren, oder, wie es nach dem Hebräischen heißt, umkehren soll, der muß von dem rechten Wege abgewichen sein und einen falschen betreten haben; denn wäre das nicht der Fall, so brauchte er doch nimmermehr umzukehren. Und wer etwas sucht, der kann nicht im Besitze dessen sein, das er sucht; denn wäre er in seinem Besitze, so hätte er ja nicht nöthig, dasselbe zu suchen. Das ist so klar, daß ihm nicht widersprochen werden kann. Wenn daher in der Weissagung von den Kindern Israels gesagt wird, daß sie sich zu dem Herrn, ihrem Gotte, bekehren und ihn suchen sollen, so müssen sie nothwendiger Weise vorher von ihrE abgewichen sein, ihn verlassen und verloren haben, denn sonst könnte doch nimmermehr gesagt werden, daß sie zu ihm zurückkehren und ihn suchen werden. Sind nun aber die Kinder Israels von Gott abgewichen, und gehen nicht den Weg, den ihnen Gott vorgezeichnet hat, so sieht Jedermann ein, daß sie auch, so lange sie auf diesem Wege verharren, Gott nicht ehren, und ihm nicht dienen, wie sie ihm dienen sollen. Mögen sie auch dem groben Götzendienste nicht huldigen, wie dies