Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 3-4 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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51 Jerusalem aufrichte und es zum Ruhme auf Erden mache. Betet für unsere im Entstehen begriffene Kirche, für unsere schwachen Proselyten, für die, welche furchtsam nach der Wahrheit forschen, für unsere Schulen und Hospitäler, für unsre Widersacher und für alle über die ganze Erde Zerstreuten Israels. Vereiniget Euch mit uns in inbrünstigen, gläubigen Gebeten zu Gott und demüthigen Danksagungen zu allen Zeiten, besonders aber an dem Tage, welcher bestimmt ist zur Erinnerung der Ankunft des ersten protestantischen Bischofs und zur Erinnerung an die Weihe der ersten protestantischen Kirche zu Jerusalem, nämlich, am 21. Januar 1856, an welchem Tage wir aller unserer Brüder und Wohlthäter in der Ferne gedenken werden in unfern Gebeten und Danksagungen. Und möge Gott wohlgefällig an dem Tage und allezeit auf uns Alle blicken und uns erfüllen mit Seinem Segen, Seinem Frieden und Seinem Geiste. Ich will bei dieser Gelegenheit die Alles verschlingenden Hauptpunkte des gegenwärtigen Krieges, welcher die Gemüther aller Menschen in diesem Lande, wie in andern erfüllt, nicht berühren, doch aber nur so viel sagen, daß er schon jetzt viel dazu beigetragen hat, den Stolz und die Vorurtheile der Muhamedaner zu entkräften, die griechischen Geistlichen und Laien aufzureizen und die Römisch-Katholischen bis zu einem unerträglichen Grade aufzublähen, während wir, welche wir mit dem vollkommensten Vertrauen den endlichen vollständigen Sieg unserer oder besser unseres Herrn Sache erwarten, nicht ohne Furcht für die nächste Zukunft sind. Aber dies ist unsre Zuversicht, daß der Herr regiert, und daß, wenn wir mit Ihm leiden, wir auch mit Ihm herrschen werden. Jetzt ist dies Land wohl ruhig, aber während des Sommers gab es großen Aufruhr mit Mord und schrecklichem Blutvergießen in Galiläa, den Bergen Samariens und in dem Hebron-Distrikte. Dies Alles in Folge einer schlechten oder vielmehr schwachen Regierung; denn man glaubt, daß einige dieser aufrührerischen Vorfälle durch den Einfluß von Ausländern angeregt worden sind, deren Zweck gewesen sein soll, sich unentbehrlich zu machen. Ein solcher Zustand der Dinge in Verbindung mit dem Alles verschlingenden Kriegs-Interesse war der Mission und der Evangeli- 4*