Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 3-4 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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46 Es ist mit Einem, der sich zu einem geistlichen Hause hat erbauen lassen und der zu dem großen Haufen der Zeugen hinzugethan worden ist, und zu der Versammlung der erlösten Kinder Gottes, die da Erben sind des ewigen Lebens, es ist mit ihm wie mit einer am Magnctc Hangenden Nadel, welche so lange andere Nadeln anzieht und trägt, als sie am Magnet bleibt; wird sie von ihm abgelöst, so fehlt ihr alle Kraft der Anziehung. So ist die Gemeinschaft mit dem lebendigen Stein, die Lebenskraft auch für die ganze Gemeinde, wie für jeden einzelnen Jünger Christi. Doch, Geliebte, dazu kommt, daß wir, die wir Gottes Haus und Tempel sind, auch Gottes Hausgenossen sind. Als solche nehmen wir Alle aus der Hand des gnadenreichen Gottes alle Gaben des himmlischen Reiches und sie strömen über uns aus in unermeßlicher Liebesfülle. Alles ist Euer, und ihr seid Christi! spricht sein Apostel. Dann ist man auch wieder als ein Hausgenosse dankbar und bringt dem Hausvater dafür Preis und Ehre, nachdem man von ihm Gaben empfangen hat; und davon redet der heilige Apostel, daß wir sollen opfern als ein heiliges Priesterthum geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum. Geistliche Opfer, das ist die Verklärung des Namens des Herrn, so durch seine Gläubigen geschieht; davon redet der heilige Geist, wenn er durch Maleachi weissagt, daß vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang soll der Name des Herrn herrlich werden unter den Heiden. Denn die lebendigen Steine singen das neue Lied: die ihr den Herrn fürchtet, lobet den Herrn! Gelobet sei der Herr aus Zion, der zu Jerusalem wohnet! Hallelujah! So, Geliebte, dem Herrn geistliche Opfer bringen, was heißt das anders, als sich selbst ihm geben mit Leib und Leben und als sein Eigenthum ihm dienen in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit. Wie geschrieben steht: So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Wohlzuthun und mitzutheilen vergesset nicht, denn solche Opfer gefallen Gott wohl. (Hebr. 13,15.) Und was ihr thut mit Worten oder