Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 3-4 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 eifer für das Volk, aus welchem Christus herstammt, der Sohn Gottes, nach dem Fleisch; dafür bürgt, daß inmitten des Volkes Israel eine Bewegung vorgeht, und die alten morschen Stützen brechen und ein Fragen nach dem, in welchen sie gestochen haben und der ihr König und Gott ist, ein Fragen nach diesem Jesu von Nazareth sich überall kund giebt; dafür bürgt außer vielem Anderen auch eine Erscheinung, die uns heute an dieser heiligen Stätte zusammenführt: das evangelische Bisthum zu Jerusalem. Es ist ein Gedanke, aus dem Glauben geboren und aus einem richtigen Verständniß des Wortes Gottes Alten und Neuen Testaments erzeugt, daß die Kronen Englands und Preußens und die gesalbten frommen Häupter dieser Reiche sich vereinigten an der Stätte, daran sich alle Verheißungen Gottes, alle Thaten der Erlösung der ganzen Welt mit unverbrüchlichen Banden knüpfen, an dem Orte, den sich Gott erwählt hat nach seinem ewigen Rach, dort zu gründen eine. Evangelische Christuskirche, dorthin Prediger zu senden der Gerechtigkeit, damit dort das Volk gesammelt werde auf den Tag, da die Verheißung wird erfüllet sein und frei an den Tag kommen. Es sind morgen 14 Jahre, daß der erste evangelische Bischof, Salomon Alexander, seinen stillen Einzug in Jerusalem hielt; es sind 10 Jahre, daß der jetzige gesalbte Bischof, Samuel Gobat, seinen Sitz in Zion aufschlug; es sind 7 Jahre, daß die Christuskirche an diesem Tage ihre Weihe fand für den evangelischen Gottesdienst; es sind 4 Jahre, daß der deutsche Pastor Valentiner, von unsrem theuern Könige mit 4 Diakonissinnen aus Kaiserswerth ausgesendet wurde in die heilige Stadt, dort des Dienstes am Wort und Evangelio zu pflegen, und die Diakonie der wahren gläubigen Liebe an den Pilgrimen und Kindern und Kranken zu üben. Dieses Werk, an welchem deutsche Brüder und deutsche Schwestern arbeiten in der Liebe Jesu, die sie dringt, an welchem Preußens König vor Allem seine Hand hat angelegt zum Preise seines Heilands Jesu Christi, dieses Werk müßte schon um seiner nationalen Bedeutung willen einen jeglichen unter uns erwecken, daß er Theil daran nehme und dafür in seinem Innern einen Zug zur innigsten Fürbitte und herzlichsten Mitarbeit fühlte. Aber, Geliebte, wenn wir auf das sehen, was