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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
1-2 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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31 Die aus der Ferne hieher gekommen waren, sind wieder abgereist, und zwar Alle mehr oder weniger getäuscht in ihren Erwartungen, die sie auf Sir Moses gesetzt hatten;' Niete auch mit einem tiefen Eindruck von der Thorheit, sich so sehr „auf Menschen verlassen und Fleisch für ihren Arm gehalten zn haben" Jer. 17, 5. Diese Bibelstelle wurde fortwährend von ihnen angeführt, und wir legten ihnen den allgemeinen Sinn derselben dar, indem wir jene andere (Jer. 2, 13) hinzufügten und sie auf das Mittel hinwicsen, von welchem sie allein mit Recht Abhilfe ihrer Mängel und Wehen hoffen könnten, nämlich in Hos. 3, 4. 5. War dies die Wirkung zur Zeit als Sir Moses hier war, so scheint sich dieselbe seitdem wenig verändert oder verringert zu haben, obgleich man Hand angelegt hat, einige seiner Maßregeln in Ausführung zu bringen, wie z. B. die zur Errichtung einer Mädchenschule, zu der die Sephardim nur ungern ihre Einwilligung gaben, von den Aökenazim aber mit Widerwillen und Protest verworfen wurde; dann die des Ankaufs eines Grundstückes zu einer Art Hospiz oder Asyl, außerhalb der Stadt, auf welchem gegenwärtig über dreißig Juden beschäftiget sind, um dasselbe mit einer Mauer zu umgeben, während Sir MoseS das schon vorher begonnene Unternehmen einer Manufactur (unter Leitung des Herrn Bradshow) in der Stadt wieder verschoben hat. In der ersten Woche nach Sir Moses Abreise schienen sich die Besuche von Seiten der Juden in der Thal zu vermindern, doch war dies nur verhältnißmäßig der Fall, und sie sind jetzt wenigstens wieder so zahlreich wie früher. Da ich auf diese Weise veranlaßt worden bin, zuerst von unserm Verkehr mit den Juden zu sprechen, so will ich noch etwas bei diesem Gegenstände verweilen und hier gleich das jüngste und besonders interessante Beispiel erwähnen, welches zeigt, wie geneigt sie find, auf so freundliche Weise diesen Umgang zu unterhalten. Vorigen Mittwoch besuchten zwei Spanische Chachamim — Gelehrte — die wir von früher her kennen, einen Jeden von uns Missionaren, um einen ihrer jungen Freunde bei uns einzuführen, und Herrn Crawsord, Herrn Hefter und mich zudem Mahl einzuladen, das am nächsten Tage als am Schluß seiner Hochzeit gegeben werden sollte, wobei „die sieben Segnungen" ausgesprochen werden; zugleich versprachen sie unsere Sonnabend-Betrachtungen zu besuchen. Wir alle nahmen die Einladung an, und den folgenden Tag kamen sie in meine Wohnung und führten uns zu dem Hochzeitsfeste (es ist 20

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