Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 1-2 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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LS selbst aus, die so ganz in den Händen der Juden sind und auf einer so niedrigen Stufe stehen, daß, wie das Büchlein sagt: „selbst die Verlobungen durch Juden vermittelt werden." Von großem Verderben der katholischen Jugend, die sich durch jüdische Mäkler zum Militärdienst anwerben läßt, weiß unser Büchlein viel zu sagen; aber nicht ein Wort der Mahnung an die Christen, über die eigenen Sünden Buße zu thun, enthält dasselbe, noch viel weniger drückt es Schmerz aus über die himmelschreienden Sünden, deren die römisch-katholischen Christen sich überall, auch in Frankreich und im Elsaß, in frühem Jahrhunderten schuldig gemacht haben! Wie verschieden war doch der Geist, in welchem im verwichenen August in Paris bei der Evangelischen Alliance von den Juden und dem Judenthum gesprochen wurde! Nicht bloß im abgestatteten Berichte wurde die größte Unparteilichkeit gezeigt, sondern auch alle Redner, Franzosen, Holländer, Schotten und Deutsche sprachen in einem Geiste der Liebe zu Israel und des Mitleids mit demselben. Elsasstsche Juden wohnten jener Sitzung, die dem jüdischen Volke gewidmet war, bei und Einer derselben, Herr Werth, hat in einer ftanzöstschen jüdischen Zeitschrift es bezeugt, daß ihm dieser Geist der herzlichen Liebe sehr wohlgethan habe. Dabei wurde auf's bestimmteste Jesus als der einzige Retter bekannt, ohne den auch Israel stets unglücklich bleiben wird. Gewiß wenn man mit den Juden im Geiste des Evangeliums gehandelt hätte, sie wären auch im Elsaß nicht so tief gesunken, als es leider bei Vielen der Fall ist. Sollen sie gehoben werden, so kann es nur durch das Evangelium geschehen; denn daß in der Synagoge die Lebenskraft hiezu nicht liegt, das bezeugt der Stand des jetzigen Judenthums. Es fehlt nicht an Worten in der Synagoge. Im Elsaß erscheint eine Zeitschrift „Le Lien d’Israel;“ sie ist im orthodoxen Sinne geschrieben, eifert für alles Alte und meint im Festhalten an den alten Gebräuchen und Ueberlieferungen bestehe das Heilmittel. Es fehlt auch nicht an äußerlichen guten Werken; denn allerwärts werden schöne Synagogen gebaut; allein in ihnen wird der alt« Schlendrian des Plapperns von Gebeten sortgeführt; man findet da wohl Leute genug, die zum äußerlichen Gottesdienst sich zusam-