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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
1-2 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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18 auf diesen Stamm gepfropft sind, so wie auch, daß die Juden, die als unfruchtbare und dürre Zweige zerbrochen und abgehauen sind, wiederum auf diesen Stamm eingepfropft werden sollen. Paulus lehrt also ganz entschieden, daß das Volk Israel das Bundesvolk Gottes bleibt auch in seiner Zerstreuung, und daß es einst wieder von Gott zu Gnaden angenommen werden wird. Ja er bezeichnet eS auch als das Priestervolk unter den Völkern der Erde, denn durch Israel ist der Welt das Heil gebracht und Versöhnung geworden. Und wenn das schon geschehen ist, obschon nur wenige von ihm treu geblieben sind, die Mehrheit aber, ja das Volk als solches abgefallen ist, was würde dann erst für ein Heil für die Welt entstehen, wenn ihre Zahl voll würde, wenn sich ganz Israel bekehren würde? Run Paulus beantwortet diese Frage, wenn er sagt, daß die Annahme Israels für die Welt nichts Andres sein wird, denn das Leben von den Todten. Wenn Israel bekehrt und von Gott wieder in Gnaden angenommen sein wird, so wird sich von diesem Volke aus ein göttlicher Lebensstrom über die ganze Menschheit ergießen, der nur der Auferweckung von den Todten zu vergleichen ist. Paulus bezeugt also in Uebereinstimmung mit der Verheißung des Herrn durch den Propheten Sacharjah, daß Israel noch ein Segen für die Welt werden wird, daß es das aber auch nur durch die Bekehrung zu dem Herrn Jesu, dem von ihnen verachteten und verworfenen Messias werden kann. Aber auch dafür finden sich Zeugnisse im Reuen Testamente, und zwar von dem Herrn Jesu selbst, daß Israel einst wieder in das Land seiner Väter zurück geführt und in dasselbe, als sein rechtmäßiges Erbe, eingesetzt werden wird. Er spricht dies aus in jener erhabenen Weissagung von den Schicksalen Israels und Jerusalems, und von den letzten Dingen (LucaS 21). „Und sie," nämlich die Juden, spricht er, „werden fallen durch des Schwerts Schärfe, und gefangen geführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllet wird. Hiemit setzt der Herr sowohl der Zerstreuung Israels unter den Völkern, als auch der Zertretung Jerusalems von den Heiden ein bestimmtes, wenn auch

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