Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 1-2 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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9 der heiligen Schrift gezählt hat. Ebenso ist es Jedermann bekannt, daß auch das Heil der Welt, Jesus Christus, dem Fleische nach von Israel stammt, so wie, daß das heilige Wort Gottes von ihm zu uns Heiden gekommen ist, und die Verheißung des Propheten Jesaias (2, 3): „Von Zion gehet das Gesetz aus, und des Herrn Wort von Jerusalem," sich erfüllt hat. Hier nun aber hat es aufgehört, seine hohe Mission zu erfüllen, oder eigentlich schon mit der Verwerfung seines Königs Messias. Denn wenn auch ungeachtet, daß Israel den Herrn Jesum verworfen hat, die Erkenntniß und das Heil Gottes doch zu den Heiden gebracht wurde, so ist ja dies nicht von dem Volke, als solchem geschehen, sondern nur von Einzelnen aus ihm, von den Aposteln; denn die Weissagungen mußten erfüllt werden. Israel aber ist für seinen Ungehorsam gestraft, und wird seine Strafe tragen müssen bis zu der Zeit, wo es seine Sünde bekennt und sich in wahrer Reue und Buße zu Gott bekehrt, wo es dann aber auch wieder von Gott zu seinem Volke angenommen, in das Land seiner Väter zurückgeführt und in den ungestörten Besitz desselben eingesetzt werden wird. Dann aber wird eS auch wieder das erste und herrlichste Volk auf Erden werden, und es wird seine hohe Bestimmung im vollsten Maße und mit dem größten Eifer erfüllen, nämlich die, die Ehre und Herrlichkeit Gottes unter den Völkern der Erde zu verkündigen, und somit das Reich Gottes unter ihnen zu verbreiten und zu bauen; Israel wird dann das eigentliche und rechte Missions-Volk sein. Was bisher nur stückweise und unvollkommen geschehen ist, das wird durch die Wiederannahme Israels im vollsten Maße erfüllt werden. Die Erde wird voll sein der Erkenntniß des Herrn, wie der Meeresgrund mit Wasser bedeckt ist, das Reich des Friedens, von dem die Propheten so oft reden, wird in seinem vollen Glanze sich über die Erde erstrecken, und ein Jeglicher wird ohne Scheu unter seinem Weinftocke und Feigenbaum sitzen; denn die Schwerter werden zu Pflugschaaren und die Spieße zu Winzermessern gemacht worden sein. (Micha 4, 3. 4, vergl. Jes. 2, 4.) Das wird eine herrliche Zeit sein. Wenn sie nun aber nicht eher herbeigesührr werden kann, als bis Israel sich bekehrt haben und in Besitz aller seiner Vorrechte