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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 9-10 (1855) · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
9-10 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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162 Von da aus hat sich Ihre Thätigkeit nach allen Richtungen hin verzweigt, und ich flehe zu Gott, daß Ihre Arbeiten reichlich belohnt werden mögen. Es geschieht mit Gefühlen des Dankes und Preises, daß ich einen Antrag unterstützen darf, welcher die Dankbarkeit ausdrückt für die Unterstützung, die Sie dieser Gesellschaft gewährt haben. Es ist auch auf den gegenwärtigen Krieg im Morgenlande angespielt worden. Erlauben Sie mir auf einen Zug in diesem Kriege hinzuweisen, der voll von Interesse ist in Verbindung mit dieser Gesellschaft. Dieser Krieg hat, wie mir es scheint, einen Bruch veranlaßt und wird ihn auch offen erhalten zwischen dem verderbten Christenthume auf der einen Seite, und dem Mahomedanismus auf der andern Seite. Und warum? Auf der einen Seite haben Sie die Türken mit dem Besitze des Landes Israels, und auf der andern Seite die Russen in dem Besitze von mehr als dem fünften Theile des Volkes Israels. Es scheint als ob das Volk auf der einen, und das Land auf der andern Seite darauf warte, daß Friedcnsbedingungen gemacht werden, und der Anfang der Wiederherstellung Israels von den nördlichen Theilen stattfinden, und das Volk sich in Palästina niederlassen möge. Wir haben so Etwas gehört, daß die russischen Juden nach Palästina zurückzukehren wünschten, aber daran verhindert worden sind. Die harte und grausame Unterdrückung des Czaren von Rußland hat ebenso Aufklärung wie Freiheit der Meinung verhindert. Wer nur immer die Nachrichten liest, die wir von dem inner« Zustande Rußlands erhalten, der muß den Schluß daraus ziehen, daß es, bei allem Vorgeben von Fortschritt und Freiheit,, kein Land in der Welt giebt, wo so viel Unterdrückung und Tyrannei ist. Bedenken Sie nur die Thatsache, daß in Rußland mit einer Bevölkerung von ungefähr 50 bis 60 Millionen, 40 Millionen ebenso absolute Sklaven sind, wie die Neger in den Vereinigten Staaten. Hier ist denn ein Land, wo die Juden eingepfercht sind, und hier findet ein Ereigniß statt, welches das Land früher oder später für die Evangelisation öffnen muß, und wir, die wir für diese große Gesellschaft thätig sind, erwarten nur die Zeit, wo der Herr seine Hand ausstrecken und sein Volk in sein Vaterland zurückführen wird. Er-

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