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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 7-8 (1855) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
7-8 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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sichren Kampfes ihre Saat, Bis der Herr die Menschen alle seineck Stab versammelt hat." Sprichts — und alle Hörer schweigen — nicht des Beifalls, nicht des Zornes Stimmen leih'n dem edlen Fremdling jetzt ein Echo, ein verworrnes, Selbst die Führer lauschen sinnend, denen srüh'r die Worte rannen — Und er hebt den Saum des Kleides, wendet sich, und geht von dannen." Gewiß, wenn Herr Philippsohn unter der Lehre des Volkes Israels, die Lehre der Bibel versteht, so hat er recht, wenn er sagt, daß sie „Trost, Inhalt, Stütz' und Kraft zu geben und Licht und Leben zu spenden vermag; denn sie allein zeigt uns ja den Weg des Heils, den Weg der Versöhnung; sie bildet uns ihn ab in den Opfern und zeigt uns ihn noch deutlicher, wenn sie Jesaias 53 von dem Knechte Gottes sagt: „Fürwahr er trug unsere Rrankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplaget und von Sott geschlagen «nd gemartert wäre. Äber er ist um unserer Missethat willen verwundet, und «m unserer Sünden willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, anf daß wir Frieden hatten, und dnrch seine Wunden sind wir geheilet. Wir gingen alle in der Irre, wie Schafe, ein Jeglicher sähe auf seinen Weg; aber der "Herr warf unser aller Sünden auf ihn." Und weiter: „Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er feine Lust sehen «nd die Fülle haben. Und durch fein Erkenntniß wird er, mein Rnecht, Ser Gerechte, Viele gerecht machen; denn er traget ihre Sünden!" Hier also wird die Versöhung und Rechtfertigung durch den leidenden und auch sterbenden Knecht Gottes ganz entschieden gelehrt, wie sie in den Opfern vorgebildet wird, denn der Herr spricht ausdrücklich zu Israel: „Des Leibes Leben ist im Blut, nnd ich habe es euch zum Ältar gegeben, daß eure Seelen' damit versöhnet werden. Denn das Blut ist die Versöhnung für das Leben." 3 Mose 17, 11. Aber da kommt Herr Philippsohn und spricht: Was hier die Bibel, oder was Gott sagt, ist nicht wahr; ich weiß es besser, als die Bibel und Gott. Der Mensch bedarf keiner Versöhnung, er muß sich selbst versöhnen, will er vor Gott bestehen; und diesen Widerspruch gegen das Wort Gottes nennt er dann Lehre deS Volkes Israels, aber die Lehre der Bibel nennt er altes Heidenthum, und meint, daß, wenn der Mensch „rathloö" dasteht und „nichts mehr in dem eigenen Leben findet, was ihm Trost vermag, Inhalt, Stütz' und Kraft zu geben," ihm diese Leugnung der von Gott selbst geoffenbarten Wahrheit Licht und Leben spenden werde. O welch eine Verblendung! Welch eine Gotteslästerung! Wird sich denn Herr Philippsohn an solcher Gotteslästerung und Leugnung seines Wortes „emporraffen" können „aus der trostlos öden Leere," wenn der Herr an ihn herantreten und auch zu ihm sagen wird: „So höre nun auch D« vom 'Hanse Israel: Isis »licht

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