Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 7-8 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Emeth oder Stkmmm dev Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Herausgegeben von T Hartman«. V u. 8. 1855* 11. Jahrgang. Die Verwirrung. Seitdem die Sünde in der Welt ist, ist auch Verwirrung unter den Menschen und in den Menschen. Von demselben Augenblicke an, als Adam und Eva von der verbotenen Frucht gegessen hatten, zeigt sich Verwirrung in ihrem Herzen und Kopfe, in ihren Gefühlen und Gedanken, in ihrem inner» und äußern Leben, und diese Verwirrung ist auf alle ihre Nachkommen übergegangen und erstreckt sich über alle Gebiete ihres Lebens, ihres Denkens, Wissens, Fühlens und Wirkens. Werfen wir einmal einen Blick auf das Bild, das uns in Adam und Eva unmittelbar nach dem Sündenfalle entgegentritt. Freuten sie sich vorher des Umganges mit Gott, so wird nun ihre Seele mit Furcht und Schrecken erfüllt, als sie seine Nähe ahnen, seine Stimme vernehmen, und in ihrem Verstände ist nichts als Verwirrung. Die Furcht in ihrem Herzen treibt sie zur Flucht vor Gott, und die Verwirrung in ihrem Verstände läßt sie nicht zur Besinnung kommen, nicht bedenken, daß man dem allgegenwärtigen Gotte nicht entfliehen, sich vor seinem allsehenden Auge nicht verstecken kann. Das zwar müssen sie bald erkennen, aber Licht und Ruhe kehrt dadurch nicht in ihre Seele zurück, sondern es bleibt darin Finsterniß und Verwirrung. Gott fragt: „Adam wo bist du?" Woher kommt es, daß du dich vor mir versteckst? 7