Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 5-6 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554661-2554665--02279-2558144- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Afghanen aus ihrer Religion erhalten haben, von dem zu sondern, was sie vorher hatten und trotz ihrer Religion erhalten haben. Wenn das, was bleibt, jüdisch ist, dann sind sie Juden. Will man auf eine solche Untersuchung eingehen, so muß der Koran, als die orthodoxe Fahne der Moslem geprüft werden, und andere neuere mahomedanische Völker müssen mit den Afghanen verglichen werden als lebendige Beispiele der Praxis der Moslem. Welche jüdischen Egenthümlichkeiten der Afghanen dann nur immer weder im Koran, noch in gleichzeitigen Racen, wie den Türken, den Persern rc. gefunden werden, sind natürlich ihre eigenen allein, und wir sollten vorher wissen, welche das sind, ehe wir es bestimmt aussprechen, daß sie Kinder Israels sind. Alles, was ich für jetzt zu sagen wagen möchte, ist, daß dies im höchsten Grade wahrscheinlich ist. Die kirchliche Misstonsgesellschaft hat nun ihre Anordnungen getroffen, eine Missionsstation zu Peschawar für die Afghanen zu begründen, und die Missionare werden wahrscheinlich im Laufe eines Monats oder binnen sechs Wochen daselbst eintreffen. Unter ihnen befindet sich Herr Pfänder, welcher einige Jahre hindurch Missionar in Persien war, und, wie ich glaube, genöthigt wurde, das Feld seiner Wirksamkeit durch Russischen Einfluß zu verlassen. Seitdem ist er in Agra stationirt gewesen und der ausgezeichnetste Bekämpfer des Mahomedanismus in Indien geworden. Seine Schriften sind unbeantwortet geblieben. Dies ist die Veranlassung gewesen, daß er hieher kommt, und ich bin der Meinung, daß er sich als den geeignetsten Mann bewähren wird, die Analyse des jüdischen Ursprungs der Afghanen, wie ich angedeutet habe, zu unternehmen. Sobald er das gethan hat, so wird es, wie ich behaupten möchte, für die Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden an der Zeit sein, daß sie ihre Hülfsmittel diesem Arbeitsfelde zuwendet. Bisher ist alles nur Conjectur. Bis jetzt gehört dieses Arbeitsfeld der Missionsthätigkeit im Allgemeinen an, und kann mit weniger Gefahr der Täuschung von einer Gesellschaft in Angriff genommen werden, welche ihre Missionare zu allen heidnischen Völkern ohne Unterschied entsendet. Indem ich dies ausspreche, würde ich es sehr