Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 5-6 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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92 erkannt, und die Art muß durch kühne und treue Predigt des Wortes des Evangeliums dem Baume an die Wurzel gelegt werden." Nachdem Herr Dr. Macgowan noch Einiges über den Gesundheitszustand in Jerusalem während des Sommers im Allgemeinen und über den der Mitglieder der Mission im Besondern gesagt hat, sährt er fort: „Und hier muß ich die Gelegenheit benutzen, meine große Hochachtung gegen den großen Dienst auszusprechen, welchen die demüthigen und wahrhaft christlichen Schwestern (Diakonissinnen) in ihrem zwiefachen Werke der Unterrichtung kleiner Mädchen und der Pflege der Kranken in ihrem Krankenhause geleistet haben. Bei jeder Gelegenheit sind sie bereit und willig, nach ihren besten Kräften mit unserer Mission gemeinschaftlich zu wirken. Als Arzt ihrer Anstalt kann ich für ihren einfältigen und katholischen Eifer, unfern gemeinschaftlichen Protestantismus zu verbreiten, ohne Bezug auf irgend eine Auszeichnung oder einen andern Beweggrund, als zur Ehre Gottes, ein unparteiisches Zeugniß ablegen. Ich betrachte es als einen Vortheil, daß ich die Freiheit habe, nichtjüdische Kranke in ihr Krankenhaus zu schicken, oder Proselyten unserer Mission, welche zu furchtsam sind, den Schmähungen der ungläubigen Juden, mit denen sie in unserm Hospitale zusammentreffen würden, zu begegnen." Zum Schlüsse seines Berichts erwähnt Herr vr. Macgowan noch eines Besuchs des Predigers Herschel in Jerusalem, der die Absicht hat, in Palästina eine Ackerbau treibende Colonie von Proselyten zu gründen. Herr vr. Macgowan schreibt darüber Folgendes: „Herr Prediger Herschel verabschiedete sich gestern bei uns, da er in Begriff ist nach England zurückzukehren. Er sprach sich sehr beftiedigt über die freundliche Aufnahme aus, die ihm von unfern Freunden zu Theil geworden war, so wie über die Bereitwilligkeit, mit der wir ihn, in Betreff der Ackerbau treibenden Eolonie von gläubigen Juden, wie er sie in Absicht hat, durch unfern Rath und unsere Erfahrung unterstützt hätten. Herr HerschelS Ansichten sind praktisch und zeigen von Geschäftskunde, und wir alle fühlten ein wahres Jnterresse an dem beabsichtigten Unternehmen, welches, wenn