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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 5-6 (1855) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
5-6 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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85 des heiligen Geistes auf das jüdische Volk bitten wolle, durch dessen Gnade allein die vielen Forscher nach der Wahrheit aufrichtig und entschieden bekehrt werden können." Bei der Begründung dieses Antrages begann der Bischof: „Meine christlichen Freunde, wenn wir bedenken, daß die ganze Zahl der Juden auf der ganzen Erde nicht zehn oder elf Millionen übersteigt, so möchte es einigen fremd erscheinen, daß zu unfern vielen Missions¬ und Bibelgesellschaften noch eine Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter diesem Volke hinzukommen sollte; und noch mehr, daß diese Gesellschaft in gleichem Range mit der Bibelgesellschaft und der kirchlichen Missionsgesellschast stehen sollte, daß sie ihre Jahresversammlung in diesem großen Saale halten, und eine so große Anzahl meiner verehrten Brüder, wie ich sie um mich auf der Platform sehe, und eine so große Menge von Theilnehmern, zu der ich jetzt rede, zusammenbringen sollte zu ihrer Beförderung. Aber fremd wird das dem nicht erscheinen, welcher den einen lebendigen und wahren Gott und seinen Sohn Jesum Christum liebt. Fremd wird das dem nicht erscheinen, welcher den kostbaren Werth der Schrift an seinem eigenen Herzen erfahren hat. Fremd wird das dem nicht erscheinen, welcher auf die Erfüllung der in der heiligen Schrift enthaltenen Verheißungen Gottes hinsieht. Fremd wird das dem nicht erscheinen, welcher die Wichtigkeit der Drohungen sowohl, wie der Verheißungen Gottes erkannt hat. Denn, meine christlichen Freunde, welches ist denn der Name dieses einen lebendigen und einzig wahren Gottes? Ist es nicht der, dessen sich unser theurer und alter Freund, Dr. Marsh, bei dem Gebete bediente, womit unsere Verhandlungen eröffnet wurden? Ist es nicht der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs? „Dies ist mein Name ewiglich;" und obschon wir Gott jetzt unter einem viel theurern Namen kennen, nämlich als den Gott und Vater unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi, so hat er doch nie aufgehört, und wird auch nie aufhören, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, — der Gott Israels, zu sein. Und wer war der Herr Jesus Christus? War er nicht ein Jude? wurde er nicht, nach dem Fleische, aus dem Samen Abrahams geboren? und liebte er nicht, und liebt er nicht noch die Juden? Wer

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