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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 5-6 (1855) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
5-6 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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83 Masse, wahrhaft zu Gott bekehrt! und wenn von jedem Arbeitsfelde in der Heimath Bericht erstattet würde ähnlich denen, wie wir sie von den Missionaren unter den Heiden und Juden erhalten, wie oft würde die Vergleichung derselben zu Gunsten dieser ernsten und sich selbst verläugnenden Arbeiter aussallen! Und man sollte nie vergessen, daß bei der Judenmission ein besonderer Umstand obwaltet; es ist die Unmöglichkeit, auf ein Mal eine große Anzahl zusammen zu bekommen. Dann und wann mag ein Missionar drei oder vier, gelegentlich zehn oder zwölf Juden um sich versammeln, in sehr seltenen Fällen auch die Stube voll haben, denen er das Evangelium verkündigen kann; aber gewöhnlich hat er es nur mit Einzelnen zu thun. Er muß Einen nach dem Andern aufsuchen; von Zeit zu Zeit verbringt er eine oder zwei und selbst mehrere Stunden bei einem einzigen Juden, dem er die prophetischen Weissagungen von dem Verhalten Gottes gegen sein Volk erklärt, wie z. B.: „Ich will einen aus einer Stadt, und zwei aus einem Geschlecht nehmen, und will euch nach Zion bringen" (Jeremias 3,14). Wie viel Zeit und Arbeit erfordert es, zu einer bedeutenden Anzahl Zugang zu finden, und wie Wenige von diesen sind es wiederum, welche möglicher Weise einen bleibenden Eindruck empfangen! Wenn wir die Natur unseres Werkes recht erwägen, dann werden wir uns wahrlich nicht wundern, daß die Beispiele wahrer Bekehrung nicht häufiger sind. Zur selben Zeit dürfen wir aber nicht die Thatsache übersehen, daß unerachtet dessen, was wir eben zugegeben haben, ein großes Werk im Gange ist. Es ist die Ueberzeugung der Missionare, denen wir vollen Glauben schenken können, daß höchst wichtige Veränderungen sich im Geheimen vorbereiten, daß die Erkenntniß, welche eine nothwendige Vorläuferin vermehrter Bekehrungen ist, weit verbreitet ist; und dies liefert uns den unbezweifelten Beweis, daß sich beiden Juden in sehr ausgedehnter Weise solche Eindrücke Geltung verschaffen, welche zu sehr großen und ausgedehnten Veränderungen führen müssen, deren Endresultat kein anderes sein kann, als das, daß sie entweder zum Christenthume, welches das vollendete Judenthum ist, übertreten, oder von dem Unglauben, welcher sowohl Mosen, als Christum verwirft, ver-

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