Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1855-01-01 · 5-6 (1855) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
5-6 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554661-2554665--02261-2558126
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

77 sein. Der Herr hat uns eine lange Reihe von Jahren Frieden gegeben, aber die Völker haben diese Gnade nicht erkannt, sondem fie gemißbraucht. Er hat schwere und verheerende Krankheiten und Seuchen gesandt, aber auch dadurch sind sie nicht zur Besinnung gekommen. Er hat die Revolution kommen lassen, aber auch die hat sie nicht zur Buße gebracht. Er hat wiederum die Cholera und mancherlei andere Drangsalen, Mißwachs und Ueberschwemmung und in Folge dessen Theurung geschickt, aber find dadurch die Menschen zur Besinnung gekommen? Man merkt nichts von einer Sinnesänderung, im Gegentheil geht ein Jeder seinen alten Weg, und die Gemüther scheinen nur noch verhärteter geworden zu sein. Was bleibt nün noch übrig, als die schwerste aller Züchtigungen, der Krieg, und der Herr wird uns von demselben nicht verschonen, so wir nicht Buße thun und uns von ganzem Herzen zu Gott bekehren. Buße und Glaube, das ist die Bedingung, wenns besser werden soll, sonst bleibt es beim Alten, ja nicht allein das, sondern es muß immer schlimmer werden; alle andern Mittel sind vergeblich. Jahresfeier der Londoner Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden. Am 4. Mai wurde die siebenundvierzigste Jahresversammlung der Londoner Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden gehalten, und zwar wie gewöhnlich in Exeter Hall. Am Tage vorher wurden zwei Predigten gehalten. Bei der großen Versammlung in Exeter Hall führte der Earl of Shaftesbury, Präsident der Gesellschaft, den Vorsitz, umgeben von zwei Bischöfen und einer großen Anzahl hochstehender und angesehener Geistlichen und anderer Herren. Nachdem die Versammlung mit dem Verlesen eines Abschnitts aus der heiligen Schrift und mit Gebet eröffnet war, richtete der Earl of Shaftesbury folgende Worte an sie: „Meine Herren und Damen! Die Zahl und Verschiedenheit der öffentlichen Versammlungen, welche in dieser Jahreszeit für religiöse Zwecke gehalten werden, ist so groß, daß ich meine, wir

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.