Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 3-4 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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4 2 Cohen war die Zahl der Frauen in stetem Zunehmen begriffen; dann aber hielt die Furcht, ihren Theil an dem Gelds zu vertieren, das man unter den Juden vertheilt zu werden hoffte, viele eine Zeit lang zurück und einige wurden von ihren Männern zu kommen verhindert. Jedoch ist die Zahl jetzt wieder im Wachsen begriffen." „Obfchon, so viel ich weiß, noch keine von diesen Frauen bekehrt worden ist, so find doch mehrere, bei denen, in vieler Hinsichteine große Veränderung zum Bessern bemerkbar ist. In jedem Falle wird ihnen das Wort Gottes in einer Sprache vorgelesen, die sie verstehen können." „Die deutschen Diakonissinnen haben wiederum bewiesen, von welch großem Werthe sie für unser Werk sind. Während sie die Kranken unserer Gemeinde in ihren eigenen Wohnungen pflegen, ist ihr Haus ein Hospital, wo die Armen unserer Gemeinde, Proselyten und andere, wenn sie krank sind, Aufnahme finden und sowohl in Bezug auf ihren Leib, als auch auf ihre Seele mit christlicher Liebe und Sorgfalt gepflegt werden; und zur selben Zeit nehmen sie Waisen und verlaffene junge Kinder von Juden und Nichtjuden auf und bemühen sich, sie in der Furcht und Liebe Gottes zu erziehen." „Die Diöcesan-Schule, die jetzt, wie im letzten Jahre erwähnt wurde, in zwei Zweige getheilt ist — in die Knaben-Schule mit drei Lehrern und in die Mädchen-Schule mit zwei Lehrerinnen — hat wiederum ihren gedeihlichen Fortgang gehabt und viele Zeichen von der Liebe und Sorgfalt des guten Hirten erhalten, was sich in der fast allgemeinen Liebe der Kinder zu dem Worte Gottes und in ihrer Aufmerksamkeit auf dasselbe kund gethan hat, so wie in dem Eindrücke, den dieses selige Wort von Zeit zu Zeit auf die Herzen und Gewissen der einzelnen Kinder machte, wovon, wenn es Zeit und Raum gestatteten, ich mit Freuden einige Beispiele anführen würde, und endlich in dem bestem Betragen vieler Kinder. Es ist im Ganzen wahr, daß diese Schule noch weit von dem entfernt ist, was ich sie zu sein wünschte; aber jeder vernünftige Mensch, welcher den vernachläßigten Zustand der Kinder, ihre gänzliche Unwissenheit, Rohheit, gepflegte Verkehrtheit, ihre Verschiedenheit des Alters, der Religion, der Sprache, der Nationalität, die kurze Zeit, welche viele