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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 1-2 (1855) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
1-2 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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31 Nässe ausgesetzt. .... Die deutschen Juden, von den uneigennützigen Anstrengungen der Missionare gestachelt, haben eine Collecte veranstaltet und bauen nun ein großes Haus zur Aufnahme der leidenden Personen während des Winters, welche es am meisten verdienen... . Das Geld, welches gesammelt wurde, wird Herrn Hamlin in den Stand setzen, mich noch zehn Tage länger mit Brot zu versehen; aber wenn ich vorwärts auf die kalte und rauhe Jahreszeit sehe, welche bald kommen muß, blutet mir das Herz, und meine Seele schaudert bei dem Gedanken an die furchtbar traurigen Scenen, wovon wir, ich und meine Mitarbeiter, wahrscheinlich Zeuge sein werden. Sollten die Freunde Israels bereit sein, ihre helfende Hand für diese ruinirte Gemeinde auszustrecken, so verspreche ich ihnen, daß die kleinste Summe Geldes, Kleider, Betten u. s. w., die entweder an mich, oder an Herrn Prediger Schauffler gesandt werden (mit der Bestimmung, wozu der Gegenstand verwandt werden soll), mit der größten Vorsicht nur würdigen Personen übergeben werden sollen. Unser Werk macht, Gott sei Dank, versprechende Fortschritte, und unter Gottes Segen und Gnade gelingt es uns vielleicht bald, hier eine kleine Gemeinde angesehener und musterhaft gläubiger Israeliten zu sammeln." Herr Prediger Stern wird sich in seiner Hoffnung, von den Freunden Israels in England auch Gaben für die Unglücklichen zu empfangen, gewiß nicht getäuscht sehen. Der Sekretär der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden macht bekannt, daß er gern Liebesgaben entgegen nehmen und nach Konstantinopel befördern will, und es wird an Gebern nicht fehlen. Möchten nur auch recht viel Juden dem Beispiele der Missionare und protestantischen Christen in Konstantinopel nachahmen! Die deutschen Juden in Konstantinopel haben sich schon, wie der Berichterstatter sagt, dazu gedrungen gefühlt. Hoffentlich werden auch die Juden in Deutschland, England, Frankreich, Holland rc. Geldsammlungen veranstalten, um ihren unglücklichen Brüdern in Konstantinopel in ihrer Noch zu Hülfe zu kommen und sie vom gänzlichen Untergange zu befreien. Vielleicht ist es auch schon geschehen.

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