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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 1-2 (1855) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
1-2 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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28 mann eine Wittwe war, als sie From mann geheirathet hatte. Der Vers lautet: Ach! aber möchte nur W« Tod mich nicht schrecken, Und bei vielen Anden, den Thränen-Guß erwecken, Zumal bei der, die mich als ihren Vater liebt, Die schonjum andernmal das Wittwen-Wrh betrübt. Ein schrecklicher Brand in dem Judenviertel zu Konstantinopel. Verheerende Feuersbrünste sind in einer Stadt wie Konstantinopel gerade nichts Seltnes. Sie haben ihren Grund theils in der Bauart der Stadt, mit engen Straßen und hölzernen Gebäuden, theils in dem Glauben der Mahomedaner an ein unabänderliches Fatum, daher sie sich auch gerade nicht sehr beeilen, dem Weiterumsichgreifen des Feuers Einhalt zu thun, oder gar meinen, dasselbe walten lassen zu müssen, bis es seine Grenze von selbst gefunden hat, wenn auch in neuerer Zeit diesem Uebel durch Gesetze einigermaßen abgeholfen worden ist; theils endlich liegt der Grund in den verschiedenen Nationalitäten und Religionsgenoffenschaften der Bewohner dieser merkwürdigen Stadt. Da sind Europäer und Asiaten, Griechen und Armenier, Katholiken und Nestorianer, Juden und Türken, die sich alle mehr oder weniger feindlich entgegen stehen, oder wohl gar freuen, wenn sie sehen, daß ihre Gegner Schaden leiden und selbst zu Grunde gehen. Dazu kommt noch, daß die besondern Nationalitäten und Religionögenossenschasten auch größtentheils ihre eigenen Stadttheile haben und bewohnen. Bei solcher Lage der Dinge ist es denn freilich nicht zu verwundern, daß, wenn ein Feuer ausbricht, eS leicht um sich greifen und ganze Straßen und Stadttheile in Asche legen kann, und die Betroffenen in das größte Elend stürzen, oder ihnen gar den Untergang bringen muß. Aber der wahre, evangelische Christ kann solche Zustände nur beklagen und muß denselben, von seinem innersten Wesen getrieben, abzuhelfen

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