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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 11-12 (1854) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
11-12 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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165 im heiligen Lande weder von „der englischen, noch irgend einer anderen Missionsgesellschaft erhalten hat. Die Verwendung der Gelder zu solchem Zwecke, wie löblich er auch immer sein mag, wäre ganz gegen die Statuten der Gesellschaft; denn darin werden die Mittel, deren man sich-zur Erreichung des vorgesteckten Zieles, nämlich der Verbreitung des Christenthums unter Israel, bedienen will, klar und bestimmt bezeichnet; sie sind die Predigt des Evangeliums durch Missionare und Verbreitung der heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, sowie anderer religiöser Schriften und Traktate. Wollte nun das Somit«, oder der Verwaltungs-Ausschuß, das Geld zu einem andern, als diesem bestimmten Zwecke verwenden, so wäre das einmal ganz gewissenslos gehandelt, wozu sich kein frommer und rechtlicher Christ hergeben wird, und dann würde ein solches Comit« von der Gesellschaft auch nicht lange geduldet, sondern gar bald abgesetzt und zur Rechenschaft gezogen werden. Ob nun die Herren Berichterstatter, M. Sachs und S. Hausdörfer, die beim ersten Artikel unterzeichnet sind, mit den Grundsätzen der Missionsgesellschaft bekannt sind, das wollen wir dahingestellt sein lassen. Das aber bleibt in jeder Hinsicht wahr: Gewissenhafte Berichterstatter sind sie nicht. Denn kannten sie die Prinzipien der Gesellschaft nicht, wie konnten sie da mit solcher Gewißheit sagen, daß die „englische Mission es bezahlt," und daß „die englische Mission für jetzt keine Mittel auszahlt?" Was veranlaßt sie, so mir nichts, dir nichts die Mission in ein reines Privat-Unternehmen zu ziehen? Liegt hierin nicht die Absicht versteckt, die Mission zu verläumdcn und sie jesuitischer Grundsätze anzuklagen? oder das edle, menschenfreundliche Unternehmen des Herrn Consuls zu verkleinern? Wir überlassen getrost das Urtheil jedem Unbefangenen. Kannten sie nun aber die Prinzipien der Missionsgesellschaft, nun dann könnten wir sie nicht anders, als boshafte Verläumder nennen; wie sie dann aber einst vor dem Throne dessen bestehen wollen, der die Wahrheit selber ist und die Lüge haßt und verabscheut, das müssen wir ihnen selbst überlassen. Daß nun aber Herr Dr. Philippsohn weder mit den Prinzipien der Missionsgesellschast, noch mit der Handlungsweise der

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