Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 7-8 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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ISO ihrer vollen Bedeutung, nicht blös: „Laßt:Jerusalem in euer Herz kommen," sondern: „Laßt Jerusalem in euerM Herzen die Oberhand haben," und das glaube ich ist auch die volle Bedeutung des Ausdmcks in der Grundsprache. Darum, meine christlichen Freundewenn wir aus den Zustand des heiligen Landes sehen und auf den Zustand der morgenländischen Kirchen — wenn wir auf den Geist des Forschens sehen, der daselbst erwacht ist, und der befriedigt werden muß—und wenn wir auf das evangelische Werkzeug sehen zu dem Zwecke, womit unser verehrter und geliebter Vater in Christo, der Bischof Gobat, betraut ist — eingedenk der Zeichen von der Gnade Gottes, welche auf seiner und seines verehrte» Vorgängers Arbeit geruht hat — und wenn wir auf den Zusammhang sehen, der zwischen der Reformation der morgenländischen Kirchen und dem Werke stattfindet, das diese Gesellschaft treibt, so laßt uns Jerusalems eingedenkt sein, laßt es „oben auf" (uxpvrmvst) in euerm Herzen fein. Gebt Eure Herzen der Sache hin, mit der Jerusalem in Verbindung steht. Werdet Nicht müde und matt im Gebete oder in persönlicher Mitwirkung, bis der Herr seinen großen Plan aussthren wird, bis der königliche Same geoffenbaret, bis der Thron Davids aufgerichtet werden wird, und bis Gott Jerusalem machen wird zur Freude und zum Segen auf der ganzen Erde. " Der Antrag wurde von dem Bischof von Cashel und von dem Prediger Venn, Sekretär der Missionsgesellschaft der bischöflichen Kirche unterstützt. Der Raum gestattet es nicht, auch diese Reden mitzutheilen. Der Bischof von Cashel stimmt mit den vorangegangenen Rednern darin überein, daß man nicht erwarten dürfe, daß durch die Gesellschaft die Bekehrung ganz Israels und seine Wiederherstellung werbe bewirkt werden, sondern es sollen durch sie ■ nur die Uebriggebliebenen nach der Wahl der Gnaden dem Herrn zugeführt werden, und verbreitete sich dann über die Aehnlichkeit, welche dies Werk und die Verbreitung des Wortes Gottes unter den Katholiken habe. Herr Venn sprach besonders über das Verhältniß beider Gesellschaften zu einander und über ihr gemeinschaftliches Werk im heiligen Lande, so wie darüber, daß sie beide den Bischof Gobat, dem er selbst persönlich sehr nahe stehe, gegen die auf ihn gemachten Angriffe vertheidigten. Der Antrag wurde dann von der Versammlung genehmigt. Darauf trat Herr Prediger Stowell auf und stellte den folgenden Antrag; ' un .