Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 7-8 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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118 Zeit. Das Verderben, welches die morgenländischen Kirchen-ans» zeichnet, bricht wie eine Fluth über uns herein, und das sind nicht Tage, in denen Protestanten und Protestantinnen in Unentschiedenheit der Grundsätze schlummern dürfen, sondern Tagewo mit -jedem Opfer und um jeden Preis nach Entschiedenheit der Grundsätze,-gerungen werden muß. Es kommen die Tage, in denen die protestantischen Grundsätze bis aufs Aeußerste werden geprüft werden. Es kommen die Tage, wo nicht nur die Gesetzgeber des, Landessondern wir alle, selbst an unserm Heerde, unsere protestantischen Grundsätze bis aufs Mark geprüft und geläutert sehen werden. Dafür müssen wir bereitet sein. Es ist gut nach Ercter Hall zu kommen und daselbst den Mai-Versammlungen beizuwohnen, aber es ist noch besser, im Kämmerlein auf unfern Knieen zu liegen Tag für Tag und Nacht für Nacht im Gebete, daß unsere Grundsätze befestigt, unsere Liebe zur Wahrheit in Christo Jesu recht belebt, und unser Glaube an den Heiland gestärkt und befestigt werde. Wir sehen das Papstthum in verschiedenen Formen unter uns hereinbrechen und Zeugniß ablegen — ein indirektes Zeugniß von großem Werthe — daß wenn irgend Etwas für Juden und Nichtjuden gethan werden soll, es nur durch die Auftechterhaltung und Anerkennung der Obergewalt protestantischer Grundsätze gethan werden muß; und wenn in unserer Mitte, und selbst in der Mitte der Kirche Englands-eine Partei aufsteht und uns sagt: „Nein!" so müssen wir männiglich mit allem Gefühle, aller Liebe und allem Ernste unseres Zweckes erwidern: ,,Ja!" Wenn das Werk Gottes nicht durch ein untergeordnetes Mittel vollbracht werden kann, so kennen wir den,Werth eines höheren Mittels. Mag die ganze Welt , die nicht , christlich ist, zu mir sagen: „Nein!" so werde ich ihr mit der Entschiedenheit eines Mannes, der das gute Wort GotteS und die Kräfte der zukünftigen Welt geschmecket hat, erwiedern: „Ja!" Mag die Welt verleugnen, die Sache Christi muß ihren eigenen Gang gehen-, und darauf geziemt es uns acht zu haben. Indem ich diese Bemerkungen schließe, wollte ich nur noch hinzufügen - daß unser Nationaldichter eine große und tiefe Wahrheit ausspricht >wahrscheinlich größer und tiefer , als er selbst glaubte, wenn er sagt: ,,Eögiebt eine-Ebbe in den menschlichen Angelegenheiten, welche, «-Fluth verwandelt zum Glücke führt." Und wir sagen, und wir thum, dies-mit, voller Gewißheit des Glaubens, daß die Fluch Israels, im. Anbrucheist,