Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 7-8 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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115 daß die griechische- oder lateinische, oder armenische Kirche zu einem forschendem Juden sagt: „Du hättest besser gethan, ein Jude zu bleiben, als dich mit den Protestanten zu verbinden," sondern es ist der Anblick selbst, den die morgenländischen Kirchen darbieten, daß sich das Gemüth des Juden mit einem natürlichen und instinktmäßigen Widerwillen von dem, was er als Christenthum anzusehen bisher gelehrt worden.ist, abwendet und spricht: „Das ist keine Religion, die sich für'uns paßt)«ofete Religion ist besser. Ihr bietet uns ein Bild dar, das! uns anekelt; Ihr bietet uns einen Bilderdienst dar, den wir hassen; Ihr bietet uns das dar, was zur Unehre Gottes gereicht, und daher können! wir uns keine Wohlthaten, wie Ihr eS nennt, aufbürden lassen, wenn Ihr uns Alles das zur Annahme anbietet." Die direkten und indirekten Einflüsse zusammen genommen, find ohne Zweifel sehr mächtig; und ist das der Fall von der einen Seite, was wird dann, nach dem Vorsatze Gottes, der Erfolg des Geistes des Forschens sein, der sich jetzt kund thut, und der, wie ich überzeugt bin, nie mehr unterdrückt werden wird, bis diese Kirchen entweder resormirt sein werden- und in Liehe zur Wahrheit arbeiten, oder in Staub zerfallen und aushören werden, die Kirche und das Volk Gottes zu beunruhigen und zu verwirren. Der Anttag berührt diesen Gegenstand als einen von nicht geringer Bedeutung; ich betrachte denselben ebenso. Daher wünscht der Antrag den noch Lebenden von denen, welche die Gründung des evangelischen Bisthums in Jerusalem befördert haben, aufs Herzlichste Glück wegen des Segens,'des offenbaren Segens, der aus demselben geruht hat, ungeachtet all der Gegeneinflüsse, denen man nun selbst bis zum Anfang der Gründung Nachspüren kann, rmgeachtet all des antichristlichtn Einflusses, der sich seitdem gleich dem Kriechen der Schlange im Verborgnen Bahn gemacht hat, jetzt aber sich öffentlich erklärt und sich nicht schämt des Verweises von der gesetzlichen Behörde. Der Anttag wünscht auch dem verehrten, frommen und, wie ich glaube, im Geiste weisen Manne, dem Bischof Gobat, Glück wegen der. Segnungen, welche es Gott gefallen hat auf seine apostolischen Arbeiten in jenem Lande zu legen. Es giebt Leute, die uns sagen möchten, daß er ein in Alles sich mischender, bigotter und nur Proselyten macherischer.Protestant ist. Sie bemühen sich, den einfachen Protestantismus des Bischofs Gobat des Charakters zu entkleiden, welcher von dem apostolischen Amte, das er bekleidet, unzertrennlich 8*