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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 7-8 (1854) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
7-8 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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113 abgefallen find; viel, was? die Einbildung fesselt, und fie stachelt, während es fie fesselt; viel, was die niedriger» Kräfte des Menschen übt, aber nichts, was seine unsterbliche Seele ergreift, nichts, was ihn zu dem Leben bringt, das Unsterblichkeit die Fülle hat, nichts, das ihn in Verbindnng mit GM setzt, als seinem Vater in Christo Jesu, nichts, das in die sturmbewegte Seele, die ohne Gott ist, Frieden bringt oder fie von ihrer geistlichen Armuth überzeugt. Ich habe Alles gefunden, was symbolisch bezeichnend ist, und Alles, was Andachtsübungen fesselt, aber, sprach ich zu dem Haupte des Klosters: „Wollen Sie mir ihre Bibel zeigen?" so brachte er mir das Meßbuch vom Altäre. Bat ich ihn, sich mit mir über das zu unterhalten, was im Meßbuche geschrieben steht, und was der Bibel entnommen ist, so habe ich in Bezug auf den Inhalt der Bibel Beispiele der Unwissenheit gefunden, welche, wenn es sich schickte, einen Christen oder eine Christin zum Lachen bringen müßte, besonders was die Zeitrechnung der Bihel betrifft. Einst stand ich auf dem Dache des Klosters zu Bethlehem mit dem Pater Superior in einem Gespräche begriffen/ fand aber bald, daß seine chronologische Kenntniß so mangelhaft war, daß er beinahe Methusalah mit Rebukadnezar, und den Propheten Jesaias mit dem Apostel Petms verwechselt hätte. Es ist in der That unmöglich, den Zustand ihrer völligen Unwissenheit zu beschreiben. Das Bemühen, mit ihnen über die ersten Grundwahrheiten zu sprechen, auf welche, wie ich hoffen darf, so viele von uns das ewige Wohl ihrer Seelen gegründet haben, würde nichts anderes sein, als ein höchst schwieriges Problem lösen zu wollen, wofür das Gemüth nicht herangebildet ist, und welches das Herz nicht fassen kann. Was ergiebt sich nun als.Wahrheit aus solcher Lage der Dinge? Mögen wir den Zustand der griechischen Kirche, wie er sich darstellt, betrachten, , oder den der lateinischen Kirche, oder den der armenischen Kirche, so müssen wir zu dem Schluffe kommen: entweder müssen sie reformirt werden, oder sie müssen zerfallen, nachdem sie das schauerliche Werk der Verwüstung vollbracht haben werden, womit sie so lange beschäftigt gewesen sind. Und ich ftage diese Versantmlung, ob wohl die griechische; oder die lateinische, oder die armenische Kirche sich selbst reformiren wird? Kirchen pflegen Di»re Emeth HM. 8.

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