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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 7-8 (1854) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
7-8 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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105 diese Zeit kommt, wie ich gestern Abend auf der Kanzel sagte und auch jetzt wiederhole, wir weder ein Comitö, noch einen Sekretär, noch eine Platform, noch Sprecher bedürfen werden, die uns beweisen, daß der Tag der Herrlichkeit angebrochen ist, und Israel eingesammelt wird. Ich glaube, wenn das geschieht, daß dann alle Menschen sehen werden, daß es des Herrn Werk ist, und daß es die Ueberzeügung und die unabweisbare Anerkennung der Vorsehung und Gnade eines treuen und allmächtigen Gottes sein wird, was besonders zur Ehre Gottes gereichen und so wunderbar auf den Unglauben und die Sünde in jeder Gestalt zurückwirken wird. Dabei dürfen wir nicht vergessen, daß ein großes Werk als Vorbereitung gethan werden mag, und wie wir demüthig glauben, auch von dieser Gesellschaft vollbracht wird. Hiermit will ich nicht sagen, daß wir das gegenwärtige Werk der Gesellschaft völlig von dem letzten Tage der Herrlichkeit des Hauses Israels trennen sollen; denn haben wir den Bericht so angehört, wie wir auf die Nachrichten aus allen Theilender Welt lauschen, wo Juden sind, haben gehört von einer Erschütterung ihrer Gemüther in Bezug auf den Talmud, von der Unbehaglichkeit und dem Geiste des Forschens, wie sich das unter ihnen befindet, so können wir nach der Analogie der Handlungen Gottes und nach dem, was wir in andern Fällen sehen, nicht daran zweifeln, daß diese Gesellschaft ein großes und gesegnetes Vorbereitungswerk treibt.. Und dann möchte ich ftagen, ist es etwas Geringes, den armen, verfolgten, niedergetretenen Juden des Mitgefühls der protestantischen Kirche zu versichern? Wir wissen sehr wohl, daß zur Bekehrung des Juden eins der größten Hindernisse die Grausamkeit gewesen ist, mit welcher er von Bekennern des Christenthums behandelt worden ist. Und es ist eine sonderbare Thatsache, daß eine unserer heutigen Morgenzeitungen, die ich zufällig in die Hand nahm, ehe ich in diesen Saal kam, eine Bestätigung dessen enthält, was in dem Berichte erwähnt wird in Bezug auf die Wirkung, welche der gegenwärtige Krieg auf die Lage der Juden hat. EL sind nur zwei oder drei Zeilen, und ich will sie Euch vorlesen. Inden „Daily News“ von heute Morgen finde ich einen Brief aus St. Petersburg vom 16. April, in welchem es heißt —r „Vor

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