Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 5-6 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554653-2554657--02076-2557935- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
sind. Die Profiten sind zahlreich und die meisten von ihnen üben einen günstigen Einfluß auf ihre Brüder aus. Zum Schluffe sagt das Eomite in Bezug auf die orientalischen Angelegenheiten: „Laßt uns nicht vergessen, daß wir in unserer Sache einen Punkt von besonderer Verheißung haben. Alle Bewegungen von irgend einer Bedeutung habew seit Kurzem zum größten Theile darin geendet, daß dadirrch neueWegezurBerbreitung des Wortes desLebenö gebahnt worden sind. Gewiß wird" dies auch jetzt der Fall sein. Möchte es nur unser Bestreben sein, allezeit so bereit erfunden zu werden, daß wir aus jeder Gelegenheit, welche uns die Vorsehung Gottes darbietet, Nutzen ziehen können, und so das Heil des Volkes Israel, sei es im Frieden,oder im Kriege, fördern helfen." Wir lassen nun einige Mittheilungen von dem Misfionsfelde selbst folgen, und zwar aus dem Oriente, also aus dem Theile der Welt, worauf jetzt aller Augen gerichtet sind, und wo sich ein Kampf zu entwickeln scheint, der leicht nicht nur für ganz Europa, sondern für die ganze Welt von unberechenbaren Folgen werden kann. Uns scheint Alles so angethan zu sein, daß wir uns gar nicht wundern würden, wenn sich daraus der letzte große und schwere Kampf entwickelte; mancherlei Zeichen der Zeit deuten darauf hin. Doch das wollen wir dem Herrn überlassen, aber ihm auch dafür danken, daß die Wirksamkeit der Mission bisher noch nicht unterbrochen worden ist, denn so viel uns bekannt, sind selbst die Missionare in Bukarest noch thätig, wenn sich auch, erwarten läßt, daß sie in ihrer Wirksamkeit vielfach gehemmt sind. Neuere Nachrichten sind uns von dort auch nicht bekannt geworden, dagegen lesen wir im Jewish Intelligence einige interessante Mittheilungen aus Konstantinopel. Herr Prediger Stern schreibt von dort: . „Ich hatte eine lange Unterredung mit einem sehr ehrbaren und aufrichtigen Juden. Ich hatte ihn vorher schon oft in unserem Bücherladen gesehen, wo er mit der größten Aufmerksamkeit zuhörte, so oft ein streitsüchtiger Talmudift seinen Glauben vertheidigte; da er aber niemals Theil am Gespräche nahm, so schrieb ich seine Schweigsamkeit dem Jndifferentismus zu. Es scheint jedoch, daß er Alles,