Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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55 angestellt, welcher die Heerde zu Nablus weiden soll, bis ein Missionar sür sie-bestimmt ist, und sich daselbst niedergelassen hat. Zch beabsichtigte früher, einen griechischen Priester anzustellen, welcher allein durch das Lesen der Bibel zu einer ziemlich guten Kenntniß der Wahrheit gekommen ist; aber als er im Frühjahr hierher kam, um mich zu besuchen-, (ich hatte ihn seit.mehreren Jahren nicht gesehen,) wurde er bewogen, in das griechische Kloster zu gehen. Hier wurde er zu Boden geworfen, und einer von den Bischöfen setzte ihm den Fuß auf den Nacken , um von ihm .ein Versprechen zu erzwingen, in Folge dessen er nicht zu mir zurückkehrte; aber wie ich höre, protestier er noch gegen die Jrrthümer seiner Kirche. Mehrere Priester sind sehr wohl gesinnt, aber sie sind sehr unwissend und liegen in eisernen Banden. Von allen diesen Protestanten und Forschern must ich sagen, daß sie schwach sind und in vieler Hinsicht noch unter dem Einfluß ihrer frühern verkehrten Gewohnheiten; aber die meisten von ihnen sind in ihrem Verstände von der Wahrheit des Evangeliums überzeugt, und ich hoffe, daß einige in der That unter dem beseligenden Einflüsse dsr Gnade Gottes stehen. - Indem ich wegen der Länge des Briefes um Verzeihung bitte, danke ich allen denen herzlich, die mich bisher unterstützt haben mit Geldmitteln, mit ihrem Rathe und ihrem Gebete, um das schwere und wichtige Werk, das mir in diesem Lande anvertraut ist, fortzuführen. Möge Gott es Euch allen tausendfältig vergelten. Endlich, meine Brüder, betet für uns, besonders in diesen Tagen der Roth, daß der Herr, unser Gott, bei uns sei, und unser Licht, unsere Stärke, unser Ein und Alles. Und glaubet mir in christlicher Treue und Liebe, Euer demüthiger Diener und Bruder in Christo.' Jerusalem, den 18. November 1853. S. Angl. Hierofol. Es dürfte manchem unserer Leser bekannt sein, daß der Herr Bischof Go bat von. einigen hochstehenden Geistlichen in England angeklagt wurde, als ob er nicht nach dem Worte Gottes handle, sondern sich der Proselytenmacherei hingebe und in den morgenländischen Kirchen Spaltungen und Verwirrungen anrichte. Diese Geist-