Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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36 Simm für China halten, wenn auch mit Inbegriff seiner'näheren und ferneren Umgebungen, können darum wohl recht haben, wenigstens ist das Gegentheil nicht zu. erweisen. So hätte denn China eine klare Verheißung für sich, und dann wären die gegenwärtig dort gewaltigen, religiös-politischen, von uns aber nicht zu billigende Bewegungen, der rohe und zum Theil grausame Kampf um Christenthum und Heidenthum, als die chaotische Erschütterung zu betrachten, welche dem stillen sanften Sausen (1 Könige 19, 11.18) vorangeht. Es sollen ja die Reiche dieserWelt endlich Gottes und seines Christus werden, weil er ihr rechtmäßiger, allmächtiger Oberherr ist, in allen Weltreichen fein Reich fördert und endlich das zerstören wird, was sich ihm muthwillig oder hartnäckig widersetzt. Vergl. Psalm 8 mit Offenb. 2 , 26. 27, und e. 12, 5. Unverkennbar tritt nun aber der Orient in der Geschichte unserer Zeit immer mehr und mehr in den Vordergrund, und dort wird auch nach dem prophetischen Schristworte endlich die Geschichte der Menschheit zur Entscheidung gelangen. Darum müssen wir auch hier einen Blick auf die uns mit großem Ernste nahe tretende orientalische Frage werfen.; Wir betrachten dieselbe natürlich nur von der religiösen Seite und im prophetischen Lichte. Das Uebrige beider Sache bleibt uns hier fern. — Jeder Sachkundige ist wohl mit den bewährten Erklärern der Offenb. Joh., dem großen Zusammenhänge nach, darin einverstanden, daß sich die Stelle Kap. 9, 13—19 auf die Entwickelung und die zerstörende Wirkung der muhamedanischen Wacht beziehe, welche von der Gegend des Euphrats ausgegangen und in den bekannten vier großen Kalifaten jener Gegend begründet ist. Da nun aber, wie G i b bo n in seiner Geschichte des Unterganges des römischen Reichs behauptet und nachweist, jedes Reich nur durch dieselben Mittel erhalten wird, durch welche es gegründet worden, was auch Neander in seiner Kirchengeschichte als richtig anerkennt, so ist auch die mühamedayische Macht, eine vielfache Geißel für die entartete Christenheit, seit der Zeit im Abnehmen-begriffen, wo ihre Begründungsmittel, der Koran und das Schwert, kühne und grausame Gewalt unwirksam geworden sind; sie ist gelähmt und kann nur noch durch andere Mächte gefristet werden. Dieses Dahin-