Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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34 besonders für diese sehr nöthig und heilsam ist. Aber die Auslegung des prophetischen Schriftworts hat im Allgemeinen eme falsche, idealifirendeRichtung genommen,wodurch das richtige Verständniß sehr erschwert wird/ So z. B. werden die Weissagungen des Alten Testaments in Beziehung auf die Gemeinde, das Volk Israel, vielfach Nur auf die jetzige Christenheit auö der Heidenwelt bezogen, womit ihnen die geschichtliche Grundlage entzogen wird. Dies kann nur zu unrichtigen Schlußfolgerungen führen, wie es auch vielfach geschehen ist. Die biblischen Weissagungen können weder buchstäblich noch ideal, sondern nur nach ihrem, aus dem Zusammenhänge des Ganzen sich ergebenden, richtigen Wortsinne gehörig verstanden und erklärt werden. Die Anwendung derselben von Israel auf die Christenheit, im secundairen Sinne, ist natürlich nicht ausgeschlossen. Das Volk Israel, in allen Theilen seiner Geschichte so innig mit dem Gesammtinhalt der heiligen Schrift verknüpft, ist vor jedem anderen das eigenthümliche Volk Gottes, an welchem er wie an keinem anderen seine Güte und seines Ernst beweist. Es ist das eigentliche Missionsvolk, der Levitenstamm der Menschheit und gewissermaßen das veranschaulichte Wort Gottes an die übrige Menschheit. Israel steht darum heute noch, selbst in seinen tiefen Irrgänger:, wie eine noch unerfüllte Weissagung vor unseren Äugen, und nur das prophetische Schriftwort löst uns dieses bedeutsame Räthsel, indem es zeigt, daß es am Abend licht sein werde. Allerdings bildet "Israel die jetzige Christenheit vor, so wie diese das künftige Reich Gottes auf der Erde, und dieses endlich wieder das Reich in seiner ewigen Herrlichkeit. Nach diesem, in der heiligen Schrift vorliegenden göttlichen Reichsplane soll nun vorzüglich in der letzten Zeit, wie zu Anfänge des Christenthums, die dann noch übrige heidnische Menschheit durch das dann bereits zu Christo, seinem eigenthümlichen Könige (Hesek. 37, 22—28) bekehrte Volk Israel, zu ihm, dem letzten, einigen und ewigen guten Hirten der Menschheit geführt werden. , Von den vielen dies begründenden prophetischen Schriftsteller: vergleiche man, der Kürze wegen, nur folgende mit einander: Sach. 8, 20—23; Zeph. 3, 9-20; Sach. 14, 8. 9; Röm. 11, 12 u. 15; und.Jes, 66, 19. 20, wo nach dem Zusammenhänge unter den