Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 1-2 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 geschrieben: „Ich will zu Nichte machen die Weisheit der Weisen, und Len,Verstand der Verständigen will ich verwerfen. Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Mo,sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt, zur Thorheit gemacht? Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch thörichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben. Sintemal die Juden Zeichen fordern, und die Griechen nach Weisheit, fragen. Wir aber predigen den gekreuzigten Christum, den Juden ein Aergerniß, und den Griechen eine Thorheit. Denen aber, die berufen sind, beides, Juden und Griechen predigen wir Christum, göttliche Kraft und göttliche Weisheit." In solcher Glaubenszuversicht konnte der Apostel, schon einige Jahre nach der Himmelfahrt Christi, den , wirklichen und vermeinten Weisen zu Corinth begegnen, und warum sollten wir, nachdem wir eine fast zweitausendjährige Geschichte für uns haben, ihnen nicht eben so begegne»,.können? zumal wir auch noch jetzt, so wie er schon damals, fragen können: „Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind alle Feinde Christi? Wo sind die furchtbaren Werkzeuge zur Zerstörung der christlichen Wahrheit?" Und nun während die Geschichte für uns ein solches unwiderlegliches, ewig wahres Zeugniß ablegt, zeugt dieselbe Geschichte gegen euch, zeigt mit flammender Schrift, wie vergeblich eure Bemühungen zur Freiheit zu gelangen, waren, zeigt, daß ihr.jeglichem Winde, jeglichem Betrüger, jeglichem Schwärmer mit grenzenloser Leichtgläubigkeit nicht nur ein geneigtes Ohr, sondern auch Leib, Herz und eure Habe geschenkt habet, aber gegen die Wahrheit, die ewige Wahrheit, die schon euren Vätern gepredigt worden war, verstecket ihr euer Herz, wie zu Meriba, wie zu Massa in der Wüste,') wie zur Zeit, als das Wort Fleisch geworden war, von dessen Fülle Alle, so an dasselbige glauben, genommen haben Gnade um Gnade. Nun so wollen wir, wie ein treuer Wächter, auf unserer Warte bleiben und getrost rufen ohne zu schonen: „Der Stein, den die ») Psalm 95, 8.