Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 11-12 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Am päpstlichen Hofe sowohl, als an dem des Königs! von Portugal war man in der Änsicht über die Zurechnungsfähigkeit des Bittstellers getheilt. Indessen magderselbefrüh genug das Thörichte feines Gesuches wohl selbst eingesehen haben; er entfloh, ohne daß cs gelungen wäre, seine Spur ausfindig zu machen. ) 1615 verbreitete sich in Portugal das Gerücht von einem Messias, der im Oriente erschienen sei. Die Juden verließen Alles Und beeilten sich; seine Spur ausfindig zu machen; aber nur zu bald sahen sie ihren Jrrthum ein Und kehrten wieder zurück, wo Spott und Verachtung ihnen zu Theil wurde. Im Jahre 1666 erschien Sabbathai Zebi. 1682 Mordachai aus EiseNstadt, und endlich 1700 Öliger Pauli. — Diese drei letztem, vorzüglich aber Sabbathai Zebi, dessen nachhaltiger Einfluß auf die Gestaltung der Verhältnisse der Juden sehr bedeutend war, wollen wir D. y. in den nächsten Artikeln darzustellen suchen. ' ' Dr. B....l. MMpttsttachrichte«, - (Schluß.) Diesem fügen wir eine Mttheilung bei von Herrn Hershvn, Vorsteher des Jndustriehauses, über die merkwürdigen Führungen eines Israeliten aus Rußland. Herr Hershon schreibt: / Khajim Zabanski, der vor Kurzem als Zögling in unsere Anstalt aüfgenommen würde, ist ungefähr 21 Jahr alt. Er ist in Minsk, einer Stadt in Russisch-Lithauen, geboren, wo bisher noch kein Missionar freien Zutritt hatte, den Juden öffentlich das Evangelium zu predigen . Da seine Eltern wohlhabend Und „Eiferer Kr Gott, aber mit Unverstand sind," so ließen sie ihn in dem Aberglauben und allen Spitzfindigkeiten des Talmuds erziehen. Dochbie Gnade des Herrn ist groß; sein Wort ist gewaltig und mächtig und hat seinen Weg auch nach Rußland gefunden. Vor ungefähr 8 Jahren wutde Khajim Zabanski von seinem Vater mit einem Aufträge an einen'polnischen Edelmann gesandt, welcher ihn mit