Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 9-10 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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199 gewesen, Ihre Freunde würden nicht so davon gekommen sein." Dieser Rath schien uns vernünftig, und da der Lärm es unmöglich machte, daß ein Work verstanden werden konnte, so hielten wir es für das Beste, utts zmüchuziehen. Wir wurden nicht verfolgt, wie wir Grund zu befirchten hatten, was, wahrscheinlich allein den erwähnten freundlichen Rabbinen zugeschrieben werden muß. Aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß unsere Freunde/ wenn sie allein gegangen wären, eine sehr verschiedene Aufnahme gefunden haben würden. Da Bruder Crawförd ihnenohne Zweifel einen ausführlichen Bericht zusenden wird über seinen ersten Versuch, den Juden öffentlich das Evangelium zu predigen, so will ich nichts mehr hinzufügen, sondern will nur mein tiefes Mitgefühl ausdrücken über den Eifer, den er in seines Herrn Dienste gezeigt hat, und der ihn bewog, solche Anstrengungen unter so bedenklichen Umständen zu machen. Wir sind gewiß, daß das geringste Opfer, um Christi willen gebracht, seinen Lohn haben wird, und wir können gewiß sein, daß diese Glaubensthat unsers theuern Bruders nicht ohne Segen sein wird. In einem späteren Briefe macht Herr Prediger Erawford die folgenden Bemerkungen über seine Wirksamkeit: Wenn wir ein Collegium hier hätten, so zweifle ich nicht, daß mehrere angesehene Juden in unftrer Mitte sein würden, wie z. B. die beiden, welche, in der letzten Woche in das lateinische Kloster gingen, nachdem sie sich vergebens an Herrn Nicolaison gewandt hatten. Dies scheint ein Collegium nöthwendig zu machen, wie auch die Vermehrung unserer Mittel zu leiblicher Unterstützung. Doch die Hauptsache ist und bleibt die, die Juden in den Geist ihres Gesetzes, den Grund aller wahren Bekehrung zu Gott, hineinzuführen. Ich bin überzeugt, wenn Leute da wären, für die wir uns ernstlich verwenden könnten, so würde auch das christliche Publikum die Mittel finden, sie zu unterstützen, aber solche Leute wird man nicht leicht finden, solange nicht ein freierer Ideenaustausch über die großen Lehren von der Gerechtigkeit und dem zukünftigen Gerichte mit den Juden stattflnden kann. Wir können den Rabbinen, die zu uns kommen, die Worte Johannes des Täufers zurufen: „Wer hat euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorne entrinnen werdet," denn kaum einer hat eine Jdee vondiesem Zorne.