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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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158 Bewohner der Häuser vor die Thüren und an die Fenster, deren Aufmerksamkeit sogleich auf die kleine Gruppe gerichtet wurde, von der Bruder Crawford die hervorragendste Gestalt war. Sie schienen sogleich den Gegenstand der Ansprache zu verstehen, obschon es sehr wahrscheinlich die erste der Art war, die sie jemals vernommen hatten, und sehnten sich zu hören, was gesagt wurde, ohne den Schein zu haben, dies zu thun. Andere Juden gingen vorüber, von denen mir einige wohl bekannt waren; aber obschon erstaunt darüber, sobald ste bemerkten, was vorging, gingen sie weiter, ohne irgend eine Bemerkung zu machen, als ob sie sich fürchteten, als Zuhörer betrachtet zu werden. Inzwischen setzte Bruder Crawford seine Ansprache in seinem gewöhnlichen, lebendigen Und mächtigen Style fort, aber der Haufe von gemeinen Gassenjungen, welcher mehr und mehr wuchs, begann nun einen solchen Lärm , daß zu Zeiten Niemand ein Wort verstehen konnte. Bruder Crawford hielt dann und wann inne, und wenn der Lärm nachgelassen hatte, fuhr er wieder fort, indem er sich durch die Unterbrechung nicht aus der Fassung bringen ließ. Jetzt vereinigten sich mit uns unsere Freunbe Sim und Hud ges, welche kamen, uns beizustehen. Die Menge wuchs immer mehr an, und die Knaben machten einen solchen Lärm, daß es für Bruder Crawford unmöglich war, sich Gehör zu verschaffen. Es wurde kein Versuch zu GewaltthateN gemacht, auch zeigte keiner von den angesehenen Juden irgendwie die Absicht, die Masse der Gassenjungen in ihrem Thun und Treiben zu ermuthigen; im Gegentheil gingen verschiedene von denen, welche um den Platz standen, zu ihnen, um sie zum Schweigen zu bewegen. Aber es war das Purimfest, und die Knaben waren alle zu solchem Muthwillen bereit. Einer aus der Menge hinter uns, der, wie es scheint, betrunken war, warf eine todte Katze nach uns. In Folge dessen näherten sich uns nun einige Rabbinen, welche bisher in der Ferne standen und mir wohl bekannt waren, redeten uns in ihrer gewöhnlichen vertraulichen Weise an und riethen uns, ohne Verzug den Ort zu verlassen. Sie sagten, der Tag sei für unfern Zweck nicht geeignet, da sie das Purimfest feierten, und es könnten leicht betrunkene Aschkenasim kommen und uns anfallen. „Und in der That, " fügten sie hinzu, „wären Sie nicht hier

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