Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 9-10 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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154 indem ich voraussetzte, daß das Hospital und andere Maßregeln, welche die Juden von unfern freundlichen Absichten überzeugen konnten, einen besänftigenden Einfluß auf sie geübt haben würden. Es stellt sich jedoch heraus, daß die Rabbinen , sobald sie meinen Brief «hielten (dm ich ihnen vorher zusandte) sich mit dem Gesuche an den Pascha und die verschiedenen Confuln wandten (Herrn Finn ausgenommen), durch ihre Macht den Versuch mit Gewalt niederzudrücken, . und daß sie, da ihnen dies abgeschlagen wurde , eine Opposition organisirten, welche für dies Mal auch wirklich ihrem Zwecke entsprach, vr. Macgowän besuchte am Morgen einige angesehene Juden, die er zu bewegen hoffte, mich zu hören und Unordnung zu verhindern, und Herr Daniel und Andere von unfern Freunden begleiteten mich, da die Absicht der Juden bekannt wurde. Nachdem wir einigen Kranken Medicin gereicht hatten, gingen wir hinauf aus, einen offenen Platz, von jüdischen Häusern umgeben, wo nichts zu fürchten war, dem Verkehr ein Hinderniß in den Weg zu legen peinige Juden folgten uns, und andere erschienen an den Fenstern der Häuser. Ich öffnete mein Buch und begann, als Einleitung, eine versöhnende Ansprache an sie zu richten. Einige schienen fteundlich gesinnt und geneigt M M, mich zu hören, andere Mx fingen M Mm zu machen. Ich wartete, bis sie müde waren, und nahm dann den " Faden wieder auf, bjö ein junger Rabbi eine Bande Zungen brachte, welche uns umgaben und so laut schrieen und heulten, daß meine Worte unmöglich gehört werden konnten. Eine todte Katze und andere Dinge wurden nach uns geworfen. Wir wurden damit nicht verletzt, aber die Knaben waren unbesiegbar, daher wir unfern Zweck aufgaben. Der junge sephardische Rabbi, den ich in meinem Letzten erwähnte, kam und drückte mir die Hände, als ich mich zurückzog, und sagte mir, daß er mir Gehör verschafft haben würde, wenn es möglich gewesen wäre. Ich hatte die Ausführung meines Vorhabens vom Sonnabend auf den Donnerstag verlegt, um das^Purimfestzu vermeiden, aber ich erfuhr zu spät, daß dieses gerade am Sonnabend begann: Ein östreichischer Jude ließ mir sägen, daß er die ausdrückliche Versicherung chres Covsuls habe, daß er alle Oestreicher für unschuldig