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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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130 richtete. Ich: „Dieses ist die gewöhnliche Vorbereitungsart der Juden, ihre „Braut" oder „Königin" — so nennen sie nämlich den SMath — G LWsaZ^en." Die pieken großen schryWM Topfe und Näpft, Kannen und Krüge, mit denen Mägde und Frauen umherliefen, um sie zu dem Bäcker zu tragen vor dem Beginn des 'Sabbaths — bestätigten mich noch mehr in meiner Ansicht. Während dessen kamen ryir endlich im „Löwen" qn, wo unser Wrth, gleich dem Vater Abraham vor der Thür sitzend, rasch aufsprang, um uns die Thüren zur Einfahrt zu öffnen,, Nach einem Zimmer nebst Schlafgemach fragend, erhielW iM dje WayMehme Antwort, daß beide oberen Etagen bereits besetzt seien, und nur ein an die „Wirthsstube" stoßendes Zimmer könne uns zur Disposition gestellt werden. Wir mußten gute Miene zum bösen Spiel machen. Das Zimmer und waren morsch; bei dem'ersten Versuch, ein Ruheplätzchen auf einem solchen Stuhl zu nehmen, empörten sich die in. demselben hausenden Würmer so entsetzlich über unser kühnes Unternehmen, daß sie gemeinschaftlich beschlossen, lieber unter der sie drückenden Last sich begraben. zu lassen, alsdaß sie fremden Besitz über sich dulden sollten — und im Nu knackte Alles zusammen, und ein Mehlstaub wirbelte wie eine Staubwolle über unsere Kleider her. Auf diese Art belehrt standen Ww von dem Versuche ab, uns noch ein Mal einem solchen dreifüßigen Stuhl anzuvertrauen, und setzten uns bescheidentlich auf unser Reisegepäck- und Koffer und stellten allerlei komische Betrachtungen an. In dieser Sijuaston über eine Stunde halb wachend, halb schlummernd verharrend, öffnete sich plötzlich die Thüre unseres Zimmers, und eine etwas ältliche, in weißseidene Stoffe mit silbernen Borden gekleidete Matrone näherte sich uns und redete im jüdischen' Jargon uns an: „ob dieHerren nicht einstweilen mit ihr in den„Speisesag?,„ treten wollten, bis unser Zjmmer in Ordnung sein würde." Mit der srohM Empfindung, mit der wir Odysseus au.s dem ^Mffbruch zm schönen Nausika begleiten, oder nach der Reise durch Mist-ons Chaos das heilige Licht begrüßen, folgten wir der Einladung unserer Matrone. Alles im Zimmer deutete auf Wohl-

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