Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 5-6 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Rabat 1× ep/1045497
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95 Felsenriffe sich brechenden Wellen des wüthenden Flusses Bourigriez, welcher Salee von Rabat trennt, zu durchschneiden, mußten wir unser Vorhaben aufgeben, und ich bin so eben zurückgekehrt, durchnäßt von den furchtbaren Wellen, welche unser Boot von Sv Tonnen Inhalt halb füllten und uns jeden Augenblick zu verschlingen drohten, und dankbar gegen den Herrn, meinen Heiland, welcher mich vor dem nassen Grabe in der See bewahrte. Der Befehlshaber des Schiffes kam hierher, um einige neue Zwistigkeiten zwischen dem Gouverneur und dem französischen Consul zu schlichten. Man sagt, daß fünfzig Mauren eins wurden, letzteren zu tödten, wenn er vor einem gewissen heiligen Hause (Marabu) vorbei gehen würde. Ich kann nicht anders, als glauben, daß in allen diesen Hindernissen, zur See nach Tanscher zu gehen, irgend eine weise Absicht Gottes liegt, und wer weiß, was für Gutes ich meinen Brüdern in diesem afrikanischen Niniveh thun kann. Es ist wahr, daß ich in dieser Jahreszeit nicht wieder eine Landreise von fünf Tagen unternehmen kann; aber der, welcher verheißen hat, daß ohne den Willen des himmlischen Vaters kein Haar von unserm Haupte fallen soll, kann mich wohl durch alle Schwierigkeiten hindurch sichren, und ich bin gewiß, daß er mir kein Uebels begegnen lassen wird. Den 29. Nov. — Gestern war ich den ganzen Tag unwohl. Heute früh trat ich meine Reise zu Lande nach Tanscher an. Herr E—. miethete von dem Ca'ld einen Soldaten für mich und sah mich abreisen. Kaum hatte ich auf der andern Seite des Flußes zehn Minuten im Sattel gesessen, so fing der Regen an in Strömen herabzufallen; aber ich sah auf das Alles , als auf eine neue Glaubensprüfung, und gab den Bitten der Freunde nicht nach, sondern setzte meinen Weg bei ununterbrochenem Regen acht Stunden fort bis nach Mehedia. Donner und Blitz waren fürchterlich, aber ich fühlte mich nie getrösteter, nachdem ich meine Gebete zu dem allmächtigen Gotte empor geschickt hatte, als heute, indem ich überzeugt war, daß ich in der Hand des Herrn sei. Nach meiner Ankunft in Mehedia befahl der Card ein großes Feuer zu machen, so daß ich meine Kleider trocknen konnte. Aber