Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 5-6 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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79 zulesen, wurde ein Auftuhr erregt, zuerst von den Kindern. Sie machten einen großen Lärm, und obgleich einige Juden, welche den Missionaren günstig waren, den Sturm zu beruhigen suchten, so wurde doch nach den Missionaren geworfen. In soweit sind die öffentlichen Berichte in Bezug auf die Unruhe richtig; aber es ist nicht wahr, daß diese feindlichen Demonstrationen von den Missionaren erwidert wurden. Sie standen da wie Lämmer und ertrugen die Beschimpfung, womit sie von dem durch den Einfluß der Rabbinen erbittertem Volke überhäuft wurden, mit Geduld und Langmuth. Aber man könnte fragen: „War es von Seiten des Herrn Crawford nicht unklug unter die Juden zu gehen?" Wir könnten ebenso fragen: „War es von Paulus nicht unklug, als er zur Erkenntniß Christi gekommen war, zu Damaskus in die Synagoge zu gehen, und zu predigen und zu zeugen, daß Jesus der Sohn Gottes ist?" Er that nichts als daß er von Christo zeugte, er sei der Messias. Herr Crawford that nichts mehr. Und obschon für den Augenblick eine Aufregung stattfand, so war doch darin auch ein glücklicher Erfolg, denn wenige Tage darauf, als sich die Gefühle etwas beruhigt hatten, besuchten mehrere Juden Herrn Crawford, und ein achtbarer Mann kam zu ihm und bat sich Belehrung darüber aus, was er eigentlich hatte sagen wollen, und hörte nun daraus mit der größesten Aufmerksamkeit. So weit Herr Reichard. Wir möchten nur noch die Frage hinzufügen, ob denn in dieser Handlungsweise der Missionare etwas Unrechtes liegt? Ob nicht vielmehr das Unrecht auf Seiten der Rabbinen zu suchen ist, welche das arme Volk niemals zum Selbstbewußtsein und zur Erkenntniß der Wahrheit kommen lassen wollen? Wir überlaffen die Antwort jedem Unbefangenem selbst. Miffiorrsttachrichten. Stoe- - Afrika. (Fortsetzung und Schluß.) Als ich nach Hause kam, fand ich den Oberrabbi und einen seiner Freunde, an welche ich Empfehlungsschreiben hatte, auf mich warten. Sobald sie die Briefe gelesen hatten, drückten sie mir herz-