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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 2 (1853) · page 15

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Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
2 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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31 Der erste handelt von dem Unterrichte, der zweite von der Pflege der Proselyten. Ehe mit dem systematischen Unterrichte nach Anleitung' des lutherischen Katechismi begonnen wird, werden verschiedene Vorfragen beantwortet: so über die Nothwendigkeit des Unterrichts, die Art desselben, die Opfer, die Thephilim, Fleisch und Milch, die Trinität, die Auferstehung Jesu, wodurch dem Täufling erst seine Zweifel benommen werden sollen: dann wird der Katechismus selbst durchgegangen. Das Material des Unterrichts wird als im Katechismus gegeben vorausgesetzt, aber überall wird hervorgehoben, was gerade für den Juden von besonderer Wichtigkeit ist, wie das Christenthum durchaus nicht im Widerspruch mit dem alten Testamente steht, sondern stets an dasselbe anknüpft und sich zu ihm verhält, wie die in ihrer ganzen Fülle entfaltete Blume zur Knospe. Der Verfasser ist auch bemüht, dem Täufling das Anstößige der verschiedenen christlichen Confessionen und der separatistischen Bewegungen innerhalb der evangelischen Kirche zu benehmen und doch die Annahme eines bestimmten Bekenntnisses als nothwendig nachzuweisen. Begegnet uns in diesem Theile ein pädagogischer Takt, wie er nur Frucht einer vieljährigen praktischen Thätigkeit sein kann, so tritt uns im zweiten Theile, „Pflege der Proselyten," der von der Seelenpflege vor und nach der Taufe, sowie von der äußerlichen Pflege und Fürsorge handelt, des Verfassers liebevolle Sorge für die Israeliten recht erwärmend entgegen. In schlichter, einfacher Weise werden über die seelsorgerlichenBeziehungen zu denKatechumenen beherzigenswerthe Worte gesagt , welche ebenso von tiefer Heilserfahrung und fester Glaubenszuversicht, als von praktischer Tüchtigkeit des Verfassers Zeugniß ablegen. Ueberhaupt läßt sich aus dem Büchlein so manches lernen, das nicht bloß beim Unterrichte und bei derPflege der Proselyten, sondern auch der christlichen Konfirmanden und Confirmirten sich als sehr segensreich bewähren wird. Den Schluß bildet ein Anhang über das Judenthum, wie es seit 18 Jahrhunderten geworden , in dem auch auf die Schriften aufmerksam gemacht wird, welche von der Synagoge, ihren Lehren und ihren Gebräuchen ganz besonders handeln.

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