Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 1 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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13 Die Juden in Jemen. Das Jewish Intelligence vom November vorigen Jahres enthält eine interessante Mittheilung über die Juden in Jemen. Wir theilen sie hier unfern Lesern mit. „Von Juden aus Jemen" heißt es, „haben wir neulich folgende Nachricht erhalten über ihre Brüder in jenem Theile Arabiens. Die Zahl der Juden in Jemen beläuft sich von 30,000 bis 35,000 Seelen; von diesen wohnen gegen 2000 in Aden; in Sama, welches sie für Usal der Schrift halten (1. Buch Mose 10, 27) wohnen gegen 10,000; in Sada 1000; in Damara, das Hadoram der Bibel (ebendaselbst) 1000; in Hadan-esch-Scham, Dikela der Schrift (ebendaselbst) 2000, in der Wüste Beda 2000, die übrigen wohnen in den kleinen Städten und in Dörfern zerstreut. Da Hadan-esch-Scham von dem Jman zu Sana unabhängig ist, so befinden sich die Juden dort verhältnißmäßig wohl. Sie leben mit ihren mahometanischen.Nachbarn auf gutem Fuße, stehen ihnen bei in ihren Kriegen, und werden daher auch von den Mahometanern gegen Gewaltthätigkeiten von Fanatikern und Räubern beschützt. Mit Ausnahme einiger Handwerker sind sie Landbebauer und haben ihre-eigenen Felder und Gärten. Aber sie sind sehr unwissend und keine strengen Juden, denn sie legen ihre Waffen, als Pistolen und Schwerter, selbst am Sabbath nicht ab. Die Juden in der Wüste Beda wohnen gleich den Beduinen in Zelten, und sind wie sie beinahe völlig unabhängig. Sie haben ihren eigenen Scheikh, oder Anführer, von welchem sie regiert werden, und ziehen oft mit benachbarten herumwandernden Stämmen in Krieg. Auch sie sind sehr unwissend, und in ihren Sitten und Gewohnheiten sind sie in hohem Maaße ihren Nachbarn gleich. Die Juden unter der Gerichtsbarkeit des Jman von Sana werden auf die grausamste Weise unterdrückt. Kein Jude darf gute oder selbst reine Kleider tragen, und wären sie auch von dem billigsten Stoffe, aus Furcht, man könnte argwohnen, daß er reich sei. Findet man, daß ein Jude mehr als sieben Thaler in seinem