Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 9 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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147 Missionsgesellschaften vernehmen, fteut sich unser Herz und bringt dem Herrn Dank dafür dar. Aber wenn wir im Interesse der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden zusammen kommen, so werden wir daran erinnert, daß wir mit jedem Jahre, in welchem wir uns in diesem Saale versammeln, dem Ende der Haushaltung (dispeosativv) der Heiden näher kommen, oder der Zeit, wenn die Heidenchristcn werden vorgeladen werden, Rechenschaft von ihrem Haushalten zu geben; so werden wir daran erinnert, daß wir für eine Zeit, unter einer weit herrlicheren Haus- Haltung (dispensation ) gelebt haben, als die Juden, ohne irgend eine ihrer Bürden, und im Stande gewesen sind, die frohe Botschaft einer vollen, freien und ewigen Seligkeit an dem größten der Sünder, und das ohne Geld und umsonst, zu hören. Wenn wir erwägen, mit welch schrecklichen Gerichten dje Haushaltung der Juden ihr Ende erreichte, und wenn wir eingedenk sind der Weissagungen in Bezug auf das Ende der Haushaltung der Nichtjuden, so sage ich, daß es nicht ohne ein wunderbares Gefühl auf unser Gemüth sein kann, wenn wir in einer so zahlreichen Versammlung zusammen treffen. Wenn wir eingedenk sind der Zeichen der Zeit, der Erschütterung der Völker, des großen moralischen Erdbebens, welches vor nicht gar langer Zeit selbst die Throne in Europa wankend machte, nun dann werden wir, wenn wir weise sind, diese Jahresversammlung dazu anwenden, in unserm Gedächtnisse das zu bewahren, was der Herr sagt: „Siehe, ich komme als ein Dieb. Selig ist, der da wachet," „Seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wenn er aufbrechen wird von der Hochzeit, auf daß, wenn er kommt und anklopft, sie ihm bald aufthun." Darum, meine Freunde, laßt uns den Herrn ernstlich anstehen, daß dieser Tag also für uns gesegnet sein mag. Wir sind von den Reden, die an uns gerichtet worden sind, sehr erbaut und erfreut worden, und wir sollten dem Präsidenten und den andern Beamten der Gesellschaft für ihre Dienste dankbar sein; aber ich will mich auf diesen Gegenstand nicht weiter einlassen; um hierin Gerechtigkeit zu thun, dazu würde ein langer Sommertag nöthig sein. Laßt uns mit dem Gedanken nach Haufe gehen: Wenn die Versammlung der