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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 7-8 (1852) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
7-8 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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fangen-, sondern daß man sie erst civilisiren müsse. — Und wiederum wird man auch nicht mit Recht vorwenden können, daß sie sich unter einemrichterlichen Fluche befinden, unddaß ihre -gegenwärtige Lage die-Folge des gerechten Gerichts und die Erftillüng der Weissagung ist. Das ist wahr; aber das ist keine Rechtfertigungfür uns, sie zu vernachläßigen. Es ist nicht unsere Aufgabe, Weissagungen zu erfüllen, sondern unsere Pflicht zu thun. Wenn es auch bewiesen werden könnte, daß unsere Nachläßigkeit dahin zielte, die Weissagung zu erfüllen, so würde das immer noch keine Rechtfertigung für uns sein. Die mörderische Feindschaft ihrer Väter gegen unfern Herrn und Heiland zielte geradezu auf die Erfüllung der Weissagung, und doch war dies keine Rechtfertigung für sie, -und machte die Hände, welche ihn tödteten, nicht weniger zu gottlosen Händen. Auch kann man nicht mit irgend einer--Schicklichkeit sagen, daß unser Werk nutzlos gewesenist, daß die Juden so verhärtet, so halsstarrig, so entschieden in-ihrer Opposition sind , daß keine wahre Bekehrungen Vorkommen können. My Lord, ich glaube, daß im Vergleich zu den angewandten Mitteln der Erfolg in dieser Mission ebenso groß gewesen ist, wie in irgend einer andern. Denn was hat man denn gethan? Seit beinahe 1860 Jahren ist Nichts gethan worden. Seit ohngefähr fünfzig Jahren ist Etwas gethan worden. Wenn die christliche Kirche von Anfang an diesem Werke denjenigen Platz, angewiesen hätte, welchen ihm die Apostel gaben; wenn man die Arbeiten zuerst unter den Juden fortgesetzt hätte, sowohl darin, daß man ihnen das Evangelium predigte, als auch darin, daß man um einen Segen des Evangeliums flehte, und wenn sich dann 1800 Jahr hindurch keine Erfolge gezeigt hätten, so möchte man mit einigem scheinbaren Grunde die Halsstarrigkeit der Juden beklagen. Aber es steht einer Kirche schlecht an,--welche ihre Pflicht in dieser Hinsicht achtzehn Jahrhunderte vernachläßigt hat, und die ihre Pflicht, aber auch nur theilweife nur ein halbes Jahrhundert hindurch gethan hat, sich nun hinzustellen und zu klagen, daß keine Erfolge erzielt worden sind. Aber es sind Erfolge da, wir haben davon gehört, und der Bericht ist voll davon. — Ihr habt von Tausenden von Bekehrten gehört, und was haben wir denn zu erwarten? Hatten wir irgend einen

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