Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 7-8 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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125 Morgenlande höchst nachtheilig, wenn einige meinen, daß die bekehrten Griechen zu warten wünschen, bis sie ihre eigene Liturgie haben. Sie wünschen augenblickliche Hülfe; nicht allein die von der griechischen, sondern auch die von der lateinischen und armenischen Kirche/welche keine Liturgie von den Griechen verfertigt annehme» würden, sie alle rufen: „Gebt uns Eure Liturgie, daß wir Gott in der einfachen Form Eurer Kirche anbeten können." Dies ist eine Forderung, der zu genügen, es unsere Pflicht ist; und wir müssen dankbar sein, daß es einer von den Erfolgen der Errichtung der protestantischen Kirche auf Zion ist, daß sich die christliche Bevölkerung des ganzen Landes von der Finsterniß zum Lichte, und von dem Bilderdienste zum Dienste des lebendigen und wahren Gottes kehrt. Dies ist ein höchst wichtiger Zug, und eine reiche Quelle der Er-, muthigung zur Fortsetzung unseres Werkes, die Juden zu bekehren; denn wie können wir erwarten, den Juden von der Wahrheit zu überzeugen, wie sie in Christo ist, wenn er alle diejenigen um sich herum, welche bekennen, Christen zu sein, in die Tiefen des Bilderdienstes versunken und von dem schmutzigsten Aberglauben und den niedrigsten Verbrechen entehrt sieht? Aber in unserer Liturgie ist ein Gegengift gegen die Entstellung des Christenthums, und die Wirkung, welche sie hervorbringt, giebt uns einen vernünftigen Grund zur Ermuthigung. Laßt uns daher Muth fassen und in unserem Werke beharren; laßt uns, und laßt das Comite dieser Gesellschaft in der Verfolgung ihrer Arbeiten den Spruch zum Motto Nehmen: „Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht Alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich, und auch die Griechen;" wenn das Comite diese Worte zu seinem Motto nimmt und im Geiste desselben handelt, so wird eö niemals über Mangel an Erfolge zu klagen haben, noch sich in der Nothwendigkeit befinden, je wieder einen Bericht mit dem wenig versprechenden Worte „Obschon" anzusangen. Dies muß immer unser Motto sein im Umgänge mit Juden. Wir müssen allezeit eingedenk sein, daß sie die Ersten und auch die Letzten sind in den Gnadenabsichten Gottes." Nachdem Herr Dr. M'Caul geendet hatte, trat Herr