Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 6 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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84 Wir ginge» über Damaskus, Safet rc. nach Jerusalem, das jetzt wieder offen war, und blieben da etwa einen Monat beisammen. Dann reiste ich wieder mit einem derselben nach Safet zurück, später im Sommerwegen daselbst ausgebrochener Pest nach Beirut. Im Herbst selbigen 18L7sten Jahres fand die Seeschlacht zu Navarino statt, die Griechenland frei machte, aber zur Folge hatte, daß die Missionare, welche alle unter englischem Schutz standen, Palästina räumen mußten. Vier Jahre gingen nun hin, während welcher ich auch England besuchte, Italien, Egypten, die Nordküste Aftika's, auch Palästina, Kleinafien und Constantinoprl bereiste (wo nachher auch Missionen unter den Juden angelegt wurden). Erst als die egyptische Armee unter Ibrahim Pascha in Palästina eingerückt war, konnte ich nun mit meiner Familie von Malta aus wieder nach Beirut zurückkehren, und mich dann nach der Eroberung Akkas und der vollständigen Besitznahme des Landes, im Jahre 1833 mit derselben zum ersten Male zu Jerusalem niederlassen, in einem eigens dazu gemiethete» Hause, das ich auch jetzt noch bewohne. Also datirt die bleibende Missionsniederlaffung zu Jerusalem selbst erst von dem Jahre 1833. Run folgte aber auf den still und ruhig daselbst verbrachten ersten Winter das schwere Leidensjahr 1834, wo im Monat Mai die Empörung des muhamedanischen Volkes gegen die geforderte Conscription ausbräch, und die Belagerung Jerusalems am S5. selben Monats (Sonntags) anfing, von einem starken Erdbeben begleitet um 1 Uhr Nachmittags. Die Belagerung dauerte die ganze Woche (und die Stöße des Erdbebens bis in den Juli hinein); vom nächsten Sonntag an war die Stadt in der Gewalt der raübsüchtigen Rebellen, und wir wurden schwer heimgesucht, doch durch Gottes Gnade geschützt, wir erlitten auch großen Mangel an Lebensmitteln, bis endlich im Monat Juli Alles wieder unter egyptische Botmäßigkeit und in die gewöhnliche Ordnung gebracht wurde. Jetzt aber folgten die zu erwartenden schweren Krankheitsleiden, die die eben angekommene Frau eines amerikanischen Missionars ins Grab, und uns alle an den Rand der Ewigkeit brachten. Darauf reisten wir zur Erholung, mit dem nun verwittweten Missionshruder und seinem verwaisetm Kinde, nach Beirut. Bon dort aus schickte ich meine