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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 4-5 (1852) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
4-5 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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74 wandeln in dem Berufe, zu welchem fie berufen sind, in aller Demuth und Sanstmuth dem Herrn dienend. Das Werk der Mission unter den Juden ist im täglichen Zunehmen begriffen, so daß ich vom frühen Morgen bis spät in die Nacht beschäftigt bin, das Wort Gottes zu predigen, die.Taufkandidaten zu unterrichten, die, welche nach der Wahrheit forschen, zu besuchen, zu Juden hinzugehen und die aufzunehmen, welche zu mir kommen. LLrkei. Der Missionar Goldberg, welcher bisher in Saloniki stationirt war, ist nach Constantinopel versetzt worden. Er benutzte den Weg nach seiner neuen Station zu einer Misstonöreise, und wir wollen unfern Lesern von dieser Reise Einiges mittheilen. Es heißt in seinem Tagebuche: Doiran, den 29. September. — Früh am Morgen kamen fünf Juden. Sie musterten unsere Bücher, kauften aber keine, indem sie sagten, daß sie warten wollten, bis der Rabbi sie durchgesehen haben würde. Dieser, ein einfach gekleideter Mann, kam bald darauf zufällig in den Khan (Gasthof); wir baten ihn, in unsere Stube zu treten und zeigten ihm unsere Bücher. Da er in unfern hebräischen Schriften nichts fand, wogegen er etwas einzuwenden gehabt hätte, so besah er sich nun auch unsere jüdisch-spanische Uebersetzung, und indem er den zweiten Psalm aufschlug, und daselbst die Worte las: „besad el Hijo" (küsset den Sohn) fragte er, wer dieser Sohn sei? Es wurde ihm erwidert, der Messias, von dem der Psalm redet, wie wir im zweiten Verse lesen: „ Sie rathschlagen zusammen wider den Herrn und seinen Gesalbten" (urwo). Er wollte dann in Zweifel ziehen, daß wir das Wort 12 „Sohn" richtig übersetzt hätten, aber es wurde ihm gezeigt, daß wir außer vielen anderen Stellen, wo das Wort soviel heißt, als „Sohn", seine Bedeutung aus dem Psalm selbst entnehmen können, da es kurz vorher heißt: „Der Herr hat zu mir gesagt: du bist mein Sohn." „Aber Raschi," erwiderte er, „erklärt es anders." Darauf antwortete ich ihm, es giebf viel?

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