Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 4-5 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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gewäsch, noch Unfinn ist. Dies glaube ich, aber nicht als eine irgendwie bindende Autorität für uns, sondern nur als eine alte Erklärung von Bibelstellen. Eine solche ist die, welche ich aus dem Sohar angeführt habe, und dergleichen werden viele in den Schriften unserer allen Weisen gefunden. Das Neue Testament ist jedoch die beste Erklärung des Alten Testaments; darin wird -der Satan die Alte Schlange genannt. So lange ein Jude nicht an Jesum glaubt, mag er nichts hören aus dem Neuen Testamente, und darum berufe ich mich auf die Schriften der alten Erklärer, um ihm zu zeigen, daß sie gewisse Lehren in demselben Lichte wie wir betrachteten." Nach mehreren solchen Gesprächen besuchte er mich täglich, und oft zwei Mal an einem Tage, und bekannte seinen Glauben an den Herrn Jesum Christum. In den letzten acht Tagen habe ich ihn jedoch nicht gesehen. DU Als ich am letzten Sonnabend, den 3. Januar, von meinem Vortrage zurückkehrte, sah ich einen jüdischen Laden offen und trat ein. Ich hatte diese Familie schon öfters besucht, aber nicht vor Kurzem. Sie bewillkommten mich auf's herzlichste. „Ich habe Sie ja eine Ewigkeit nicht gesehen," sagte einer von den gegenwärtigen Männern. Ich hatte eine lange Unterhaltung mit ihm, welche damit endigte, daß ich ihn fragte: „Wenn ich Ihnen ein Neues Testament gebe, wollen Sie mir dann versprechen, dasselbe aufmerksam zu lesen?" „Ich will," war die Antwort. Seitdem habe ich ihm eins gebracht, wie auch einige Traktate, die freundlich ausgenommen wurden. Als ich zum ersten Male in diesen Laden trat und anfing, einige Worte vom Christenthume zu reden, wurde mir gesagt, daß ein Jude, der zum Christenthume überträte, getödtet werden müsse, und nun sind wir gute Freunde geworden. Die Gnade Gottes kann daö verfolgende Herz in einen Christum predigenden Paulus verwandeln. Kon den vielen schmerzlich interessanten Fällen, welche natürlich zu meiner Kenntniß kommen müssen, will ich hier nur einen erwähnen. Ich habe die Bekanntschaft mit zwei jungen angesehenen Jsraelüen gemacht, die in London geboren sind, wo ihre Eltern wohnen. Sie besuchten mich des Abends, weil sie am Tage ihr