Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 4-5 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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53 von einigen Abschriften zu nehmen, indem es wegen der herumschweifenden Araber zu gefährlich war, sich längere Zeit in der Wüste aufzuhalten, und die Eingebornen überdies diese wunderbaren Schristzeichen mit abergläubischer Ehrfurcht betrachten, und auf sie als Bewahrer ftrrchtbarer Geheimnisse sehen. Aus diesem Grunde verhindern sie es auch, daß Zeichnungen oder Abdrücke davon genommen werden. Im Jahre 1830 erschien eine Sammlung von 177 sinaitischer Inschriften von G. F. Gray, die alle sehr gut gezeichnet waren. Man erzählt folgende Anekdote, wie er dazu gelangt ist. Als er sah, daß alle Bemühungen vergebens waren, seine arabische Eskorte zu bewegen, sich so lange aufzuhalten, bis er die Inschriften abgezeichnet habe, kam er mit seinem Reisegefährten, einem italienischen Künstler, überein, daß sie, wenn sie die Station bei den Inschriften des Wady Mokatteb, wo sie übernachten mußten, erreicht hätten, die Kameele, während die Führer schliefen, losbinden und in der Wüste herumlaufen lassen wollten. Dies geschah; und als nun bei Tagesanbruch die Araber ihre Kameele vermißten und sich zerstreuten, um sie zu suchen, zeichneten Herr Gray und sein Begleiter während dieser Zeit all die Inschriften ab, die sie erreichen konnten. Im Jahre 1840 veröffentlichte Herr Professor Beer in Leipzig eine Sammlung von 100 sinaitischen Inschriften in seinem Werke: „8luäia Asiatica“, wie sie von verschiedenen Reisenden gesammelt worden waren. Dabei aber sprach er die Meinung aus, daß sie keinesweges von den Juden auf ihrem Zuge von Egypten nach Kanaan herstammen können, sondern behauptet, daß sie einen christlichen Ursprung haben müssen, weil unter ihnen einige Zeichen in der Form eines Kreuzes T vorkämen. Die Zweifel und die Ungewißheit sowohl über den Ursprung als auch über den Inhalt dieser geheimnißvollen Inschriften müssen natürlich sofort schwinden, sobald die Entzifferung derselben gelingt. Dies scheint nun der Fall zu sein; Herr Prediger Förster scheint den Schlüssel zu diesen Hieroglyphen gesunden zu haben, auf dessen Spur er durch folgenden Umstand geführt wurde. Von britischen Seeofficieren wurde auf einem glatten Felsen zu Hisn Ghorah, einem